31.10.11 Was heißt es für mich, evangelisch zu sein? - Neueröffnung der Ausstellung am 1. November


Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat das Interviewprojekt des Dekanats Bergstraße „Was heißt es für mich, evangelisch zu sein?“ als Projekt des Monats Oktober ausgewählt und in die Reihe „Beispiele guter Praxis“ aufgenommen, die zur Nachahmung empfohlen werden. Die Ausstellung zum Interviewprojekt wird am kommenden Dienstag (1. November) in neuer Gestalt im Heppenheimer Haus der Kirche wiedereröffnet.

Evangelische Christinnen und Christen aus allen 34 Kirchengemeinden im Bergsträßer Dekanat hatten Auskunft gegeben, warum sie Mitglied in der evangelischen Kirche sind, was ihren Glauben prägt und  was es für sie persönlich bedeutet, evangelisch zu sein. In der Interviewreihe kommen auch zwei Katholiken zu Wort. Sie geben Antwort auf die Frage was sie – als Katholiken – an der evangelischen Kirche schätzen.

Neben großformatigen Plakaten mit den Texten und den Porträtfotos der Befragten sind auch eine Broschüre und eine CD zum Interviewprojekt erschienen. Bei den Interviews sind Tonaufnahmen entstanden. Die Original-Töne werden bei der Neueröffnung der Ausstellung auszugsweise zu hören sein. Die Interviews hatten jeweils etwa eine halbe Stunde gedauert. Aus den dabei gemachten Notizen sind Texte entstanden, die die wesentlichen Aussagen in geraffter Form wiedergeben. Vor der Veröffentlichung hatten alle Interviewten das Textkonzentrat gelesen und autorisiert.

Musikalisch gestaltet wird die Ausstellungseröffnung vom Gospelchor „Light of Hope“ aus Birkenau. Der Leiter des Chores, José Rodriguez, hatte sich für das Interviewprojekt zur Verfügung gestellt.

Das Jahr der Taufe mit dem thematischen Schwerpunkt Freiheit sowie die Planungen für eine Eintrittsstelle  im Heppenheimer Haus der Kirche hatten das Evangelische Dekanat veranlasst,  nach dem Selbstverständnis evangelischer Christen zu fragen. „Die Interviews können zudem andere Menschen anregen, sich selbst zu fragen, was es für sie bedeutet, evangelisch zu sein, sich ihrer eigenen evangelischen Identität bewusst zu werden – oder gar dazu einladen, evangelisch zu werden“, sagte Dekanin Ulrike Scherf.

Auch der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Volker Jung,  hat sich zu Wort gemeldet. Als Grußwort für die Broschüre hat er seine persönliche Antwort auf die Frage des Interviewprojekts gegeben. Er schreibt unter anderem: „Die von Gott geschenkte Freiheit kann nur gemeinsam gelebt werden. Ich freue mich über Menschen, die im Geist dieser Freiheit Unrecht und Gewalt entgegentreten und sich um Frieden und Gerechtigkeit mühen.“

Die EKD hatte das Interviewprojekt ausgezeichnet, weil es - so wörtlich - „einladend, innovativ und übertragbar“ sei. In der Begründung für die Wahl zum Projekt des Monats heißt es weiter:  „Gemeindeglieder werden ermuntert, über ihren Glauben zu reflektieren und Auskunft zu geben. Da Menschen aus der Region befragt werden und die Ausstellung im Kirchenbezirk gezeigt wird, bekommt Glaube ein lokales Gesicht. Bei der Auswahl der Interviewpartner haben die Organisatoren darauf geachtet, dass alle Altersgruppen und sozialen Schichten sowie Männer und Frauen gleichermaßen berücksichtigt sind.“

Die Plakate zum Interviewprojekt „Was heißt es für mich, evangelisch zu sein?“ waren bereits in den Sommerferien zu sehen. Die Ausstellung  wird am 1. November um 19.00 Uhr im Haus der Kirche, Ludwigstr. 13, Heppenheim  in neuer Gestalt wiedereröffnet.

Das von der EKD ausgezeichnete Projekt des Monats steht im Internet:

http://www.kirche-im-aufbruch.ekd.de/praxis/projekt_des_monats_archiv/18933.html
oder
http://www.ekd.de/aktuell/78623.html

 

Text: bet
Graphik: ekd