16.09.11 Erfahrungsschatz in Birkenau - Abschied von Pfarrer Stefan Volkmann


Nach sieben Jahren verlässt Pfarrer Dr. Stefan Volkmann Birkenau. Dekanin Ulrike Scherf wird den 43jährigen am kommenden Sonntag, den 18. September, beim Gottesdienst in der Evangelischen Kirche verabschieden.

Pfarrer Volkmann zieht es ins Rheinhessische. Er wird eine Pfarrstelle in Budenheim im Dekanat Mainz übernehmen. Dorthin, so betont er, werde er nicht mit leeren Händen gehen. „In der evangelischen Gemeinde Birkenau gibt es so viele und so unterschiedliche Aktivitäten, die ich als Erfahrungsschatz an meine neue Wirkungsstätte mitnehmen kann.“ 

Besonders schätzt Stefan Volkmann die Vielfalt der Gottesdienste in Birkenau und Nieder-Liebersbach, die dort auch in Kooperation mit den örtlichen Vereinen gestaltet werden. So gibt es zum Beispiel den ökumenischen Kerwe-Gottesdienst mit dem Verein "Liewersbescher Kerwe" oder den ebenfalls ökumenischen Ernte-Dank-Gottesdienst, der sein letzter Gottesdienst in Nieder-Liebersbach sein wird. Ökumene ist nach seiner Überzeugung in Birkenau kein Lippenbekenntnis: „Mit der katholischen Gemeinde gibt es eine gute, bewährte und fruchtbare Zusammenarbeit.“

Stefan Volkmann, der in Marburg, Berlin, Kiel und Heidelberg studiert hatte, ist promovierter Theologe. Seine Doktorarbeit schrieb er über den „Zorn Gottes“. In einem seiner letzten Themengottesdienste behandelte Pfarrer Volkmann auch die theologisch spannende Frage, wie der Zorn eine der sieben Todsünden sein kann, wenn er zugleich eine Eigenschaft Gottes ist.

Einer seiner Schwerpunkte in den vergangenen sieben Jahren war die Arbeit mit Kindern, insbesondere mit dem evangelischen Kindergarten. Pfarrer Volkmann gestaltete mit den Kindern und den Erzieherinnen Gottesdienste sowie Kinderstunden in der Kindertagesstätte mit biblischen Geschichten und sorgte auch dafür, dass das Kindergartengebäude saniert und modernisiert wurde. Die jüngste Errungenschaft war die Einrichtung einer Gruppe für die unter Dreijährigen, für die sich insbesondere der stellvertretenden Kirchenvorstandsvorsitzende Hans-Jürgen Hofmann eingesetzt hatte und trotz eines sehr engen Zeitplanes realisiert werden konnte.

Während Pfarrer Volkmann einen Birkenauer Erfahrungsschatz mitnehmen kann, wird er anderes zurücklassen müssen. „Das sind in erster Linie die Begegnungen und die über Jahre gewachsenen Kontakte mit vielen Menschen, von denen ich mich verabschieden muss“. Doch für ihn und seine Familie ist der Zeitpunkt jetzt günstig, perspektivisch etwas Neues zu beginnen. Seine beiden Kinder sind mit vier und sieben Jahren in einem Alter, in dem ein Umzug noch relativ leicht fällt.

Am kommenden Sonntag (18. September) wird Stefan Volkmann verabschiedet. Der Gottesdienst in der evangelischen Kirche Birkenau beginnt um 10.15 Uhr.

Text u. Foto: bet