05.09.11 Pfarrstellenbemessung und die Zukunft der Gemeinden - Arbeitstagung der Dekanatssynode


Die Synode, das „Kirchenparlament“ des Evangelischen Dekanats Bergstraße, wird sich am kommenden Dienstag, 6. September,  bei einer Arbeitstagung mit den Leitgedanken für die geplante neue Pfarrstellenbemessung in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)  befassen. Dazu werden rund 120 Synodale aus allen 34 Kirchengemeinden in der Bensheimer Stephanusgemeinde erwartet.

„Beschlüsse werden nicht gefasst. Es geht zunächst um Information und Meinungsbildung“, betont der Vorsitzende der Dekanatssynode, Präses Axel Rothermel. Die Pfarrstellenbemessung regelt die Versorgung der einzelnen Gemeinden mit Pfarrerinnen und Pfarrern. Von allen Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat die EKHN derzeit die beste Versorgung mit Gemeindepfarrstellen. Auf eine Pfarrerin oder einen Pfarrer kommen derzeit rund
1900 Gemeindeglieder. In anderen Landeskirchen sind es bis zu dreitausend.

Die Entscheidung über das neue Pfarrstellrecht wird voraussichtlich im Frühjahr 2012 die Kirchensynode der EKHN treffen. „Wir wollen im Dekanat Bergstraße dazu Position beziehen. Da es um die Zukunft der einzelnen Kirchengemeinden geht, wollen wir zu allererst ihre Meinung hören. Das entspricht dem demokratischen Prinzip in der evangelischen Kirche“, betont Präses Rothermel. „Die Voten und Anregungen sollen dann in den weiteren Konsultationsprozess einfließen.  damit auch weiterhin die sehr gute  pfarramtliche Versorgung aller Gemeinden des Evangelischen Dekanats Bergstraße gewährleistet wird.“

Zur Sondersynode ist Oberkirchenrat Dr. Walter Bechinger von der Kirchenverwaltung in Darmstadt eingeladen. Er will die  Pläne und Hintergründe für das neue Pfarrstellrecht erläutern.

Die Tagung der Dekanatssynode beginnt am Dienstag, 6. September, um 19.30 Uhr im Gemeindehaus der Bensheimer Stephanusgemeinde.

 

Das Foto zeigt Dekenatssynodale bei der Frühjahrstagung in Bensheim
Text u. Foto: bet