25.05.11 Notfallseelsorge feiert Jubiläum - 10 Jahre "Erste Hilfe für die Seele"


Die Notfallseelsorge im Kreis Bergstraße wird zehn Jahre alt. Das Jubiläum wird mit am kommenden Samstag (28. Mai) in Heppenheim mit einem Festprogramm gefeiert. Dazu sind alle Interessierten eingeladen. Der Eintritt ist frei

Die Feier zum zehnjährigen Bestehen beginnt um 15.00 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst  in der Heppenheimer Christus-Kirche. Der Ort ist mit Bedacht gewählt  „Dort wurden am 29. Mai 2001 die ersten 39 Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger für ihren Dienst beauftragt“, erinnert sich Pfarrerin Barbara Tarnow, die zum Gründungsteam gehört und die Notfallseelsorge leitet. Die Hälfte der damals Beauftragten sei heute immer noch dabei, betont Pfarrerin Tarnow. Sie werden im Gottesdienst  für ihr zehnjähriges Engagement geehrt.

Der Gottesdienst wird gemeinsam von der Starkenburger Pröpstin Karin Held und dem Generalvikar Dietmar Giebelmann vom Bistum Mainz gestaltet. Dabei werden auch sieben neue Teammitglieder der Notfallseelsorge beauftragt. Im Anschluss lädt die Notfallseelsorge zu einem Empfang, einer Tombola mit attraktiven Preisen und einem Abendimbiss ein.

Mit derzeit rund 60 aktiven Mitgliedern ist die Notfallseelsorge im Kreis Bergstraße eine der größten in Hessen. „Dass sich so viele über so lange Zeit ehrenamtlich bei Tag und bei Nacht engagieren, kann gar nicht hoch genug geschätzt werden“, meint die Bergsträßer Dekanin Ulrike Scherf. Sie selbst ist ebenfalls ehrenamtlich als Notfallseelsorgerin tätig.

Die Zahl der Einsätze hat sich von Jahr zu Jahr erhöht. Auch dies zeigt, wie wichtig die Notfallseelsorge ist. Im vergangenen Jahr wurde sie fast hundertmal gerufen. Sie steht Menschen bei, die nach einem tragischen Unglück, einem Unfall, traumatischen Erlebnissen, dem plötzlichen Tod oder Suizid eines Angehörigen den Boden unter den Füßen verloren haben.

Die Leiterin der Notfallseelsorge, Barbara Tarnow hat zum zehnjährigen Jubiläum genau nachgerechnet: „Seit 3652 Tagen und Nächten waren Frauen und Männer bereit, erste Hilfe für die Seele zu leisten“. Die Ehrenamtlichen waren für diese Aufgabe zuvor intensiv geschult worden.

Auch wenn die Notfallseelsorge in der Regel bei tragischen und traurigen Ereignissen alarmiert wird, haben die Aktiven das Lachen nicht verlernt. Das wird man am 28. Mai in der Heppenheimer Christus-Kirche hören und sehen können. Zum Abschluss des Festprogramms wird bei einem ökumenischen Kirchenkabarett mit Sicherheit herzhaft gelacht, wenn ab 19.30 Uhr die Theologen Hans-Joachim Greifenstein und Thomas Klumb die Bühne betreten.

 


Das Foto zeigt einen Teil der Notfallseelsorger/innen mit ihren Einsatzjacken - in der Bildmitte (mit Kärtchen) die Leiterin der Notfallseelsorge, Pfarrerin Barbara Tarnow, rechts von ihr Dekanin Ulrike Scherf
Text u. Foto: bet