12.05.11 Konfirmation und Geldgeschenke - Gesetzliche Regelungen beachten


Ganz offen thematisierte Pfarrer Stefan Hund von der Evangelischen Kirchengemeinde in Zwingenberg ein Problem in seiner Konfirmandengruppe, mit dem Bezieher von Arbeitslosengeld-II sich immer wieder befassen müssen: Wird Geld, das zur Konfirmation geschenkt wird, als Familieneinkommen bewertet und vom ALG-II-Satz abgezogen?

Klar ist: Geld zur Konfirmation wird den betroffenen Familien bis zu einem Betrag 3100 Euro nicht angerechnet. Das gleiche gilt auch für die Kommunion, die Firmung oder vergleichbare religiöse Feste. Doch ein Hinweis ist wichtig. Meist wird das Geld bar in Briefumschlägen überreicht. Wird das Geld aber überwiesen, ist es sinnvoll, als Verwendungszweck „Geschenk Konfirmation“ anzugeben. Darauf weist Helga Zühl-Scheffer von der Allgemeinen Lebensberatung des Diakonischen Werkes Bergstraße hin. Andernfalls stuft das Amt das Geld als Einnahme ein, die auf das Einkommen der Familie anzurechnen ist.

„Es betrifft vielleicht nur alle zwei Jahre einen Konfirmanden oder eine Konfirmandin und es redet ja keiner darüber“, sagt Pfarrer Hund, „aber hinterher erfährt man es - wenn´s Geld weg ist.“

Link: http://www.gesetze-im-internet.de/algiiv_2008/__1.html

 

Text: Barbara Köderitz
Foto: bet