11.05.11 Tagung der Kirchensynode - Neues Konzept für die EKHN-Öffentlichkeitsarbeit


Die Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) kommt morgen in Weilburg zu ihrer dritten Tagung zusammen. Sie dauert insgesamt drei Tage. Mit Spannung wird die Entscheidung über das neue Konzept der EKHN-Öffentlichkeitsarbeit erwartet.

Im November 2010 hatte die Synode beschlossen, das seit 1993 vierteljährlich erscheinende Mitgliedermagazin ECHT Ende 2011 einzustellen. Gleichzeitig gab sie den Auftrag, mit den dadurch frei werdenden Mitteln ein neues Konzept für die mediale Mitgliederkommunikation zu entwickeln. Dem kam die Kirchenleitung mithilfe der Agenturen Aserto (Hannover) und gobasil (Hannover/Hamburg) nach. Vorgeschlagen wird ein Medienmix, zu dem mehrmals im Jahr Briefe an alle Mitglieder mit Themenimpulsen, dazu passende Plakate für Schaukästen und Banner für Kirchengebäude gehören. Die Redaktionen der lokalen Gemeindebriefe sollen besser unterstützt werden. Zudem sollen Gemeinden, Dekanate und gesamtkirchliche Angebote mit Hilfe einer interaktiven Internetplattform besser vernetzt werden. Außerdem soll der Internetauftritt der EKHN grundlegend überarbeitet und stärker auf die Adressaten ausgerichtet werden.

Dieses Konzept hat die Kirchenleitung bereits gebilligt und ist inzwischen auf der EKHN-Homepage veröffentlicht worden. Das letzte Wort hat die Synode. Sie muss entscheiden, ob das neue Medienkonzept umgesetzt wird.

Große Aufmerksamkeit wird sich auch auf den Bericht von Kirchenpräsident Dr. Volker Jung  zur Lage von Kirche und Gesellschaft richten. Ausgehend vom biblisch-reformatorischen Zentralbegriff der Freiheit will der Kirchenpräsident aktuelle Themen aufgreifen. Dazu gehören die Debatte um die Gestaltung des Karfreitags und der Feiertage, die Präimplantationsdiagnostik, die Nutzung der Atomkraft, die Befreiungsbewegungen in Nordafrika mit der Flüchtlingsfrage, die Zukunft der Ökumene und die Religionsfreiheit. Der Bericht wird ab Donnerstagnachmittag unter www.ekhn.de abrufbar sein.

Weitere Themen sind das 40. Jubiläum der Gleichstellung von Frauen und Männern im Pfarramt, die gesamtkirchlichen Zuschüsse für die evangelischen Tagungshäuser und die Wahl des Propstes von Rheinhessen. Der amtierende Propst Dr. Klaus-Volker Schütz steht für eine dritte Amtszeit zur Wahl.

Mit Edith Unrath-Dörsam, Lupold von Lehsten, Anna Maurer, Erich Nauth, Alexander Gemeinhardt und Christian Ferber (Foto von links n. rechts) kommen sechs der 151 Synodalen aus dem Dekanat Bergstraße.

Die Synode ist laut Kirchenordnung das „maßgebende Organ der EKHN“. Sie erlässt Gesetze, besetzt durch Wahl wichtige Leitungsämter, beschließt den Haushalt und trifft wichtige kirchenpolitische Entscheidungen. Ausschüsse und regionale Arbeitsgruppen bereiten ihre Entscheidungen vor. Geleitet wird die Synode vom Kirchensynodalvorstand mit Präses Dr. Ulrich Oelschläger an der Spitze.

Den Zeitplan der Synodentagung vom 12. bis zum 14. Mai finden Sie unter:
http://www.ekhn.de/inhalt/download/synode/zeitplan.pdf

Den Entwurf für das neue Gesamtkonzept der EKHN-Öffentlichkeitsarbeit kann hier heruntergeladen werden: www.ekhn.de/inhalt/download/synode/11/pr_konzept_ekhn.pdf'

Wie schon bei der letzten Synode der EKHN wird es auch diesmal wieder einen Live-Blog, Mitschnitte und zeitnahe Berichterstattung via Twitter und Facebook geben. Den Zugang zur Berichterstattung finden Sie ab dem 12. Mai unter: www.ekhn.de/synode

 

 

Text ekhn / bet
Foto: bet