12.04.11 Bergsträßer wollen "laufend Gutes tun" - Stiftung Orbishöhe schickt 17 Läufer/innen zum Marathon


Für das Projekt „Laufend Gutes tun“ der Stiftung Orbishöhe werden am 21. Mai beim Mannheim Marathon 17 Läuferinnen und Läufer aus der Region Bergstraße an den Start gehen. „Die Bereitschaft,  für einen sozialen Zweck buchstäblich auf die Straße zu gehen, ist  größer als erwartet“, sagte der Stiftungsvorsitzende Axel Rothermel bei der Präsentation der Läufer im Heppenheimer Haus der Kirche.

Die 17 Aktiven haben jeweils für sich Sponsoren gewonnen, die ihnen pro Kilometer einen Festbetrag zahlen. Bislang haben Sie Zusagen in Höhe von fast 3.000 Euro erhalten. Das “Fersengeld“ kommt dem Musikprojekt in Viernheim zu Gute, das die Stiftung Orbishöhe in den nächsten drei Jahren finanzieren will. Workshops für Hip Hop, Theater, Tanz und Chor sollen das Selbstwertgefühl und die Teamfähigkeit der Kinder und Jugendlichen stärken, von denen viele ausländischer Herkunft sind. „Das Motto lautet: Miteinander rappen statt aufeinander loszugehen“, erläuterte die Leiterin des Diakonischen Werks Bergstraße, Brigitte Walz-Kelbel, die ebenfalls dem Beirat der Stiftung Orbishöhe angehört.

Ein Großteil der Läuferinnen und Läufer sind Mitarbeitende des Diakonischen Werks Bergstraße, die sich auf diese Weise für das Viernheimer Projekt engagieren wollen. Aber auch Mitglieder des Stiftungsvorstands gehen, genauer gesagt: laufen mit gutem Beispiel voran, Axel Rothermel, der zugleich Präses des Evangelischen Dekanats Bergstraße ist, wird die Laufschuhe ebenso schnüren wie  Brigitte Walz-Kelbel oder Dekan Karl Hans Geil von Evangelischen Dekanat Ried.  Sie absolvieren  entweder den Halb-Marathon über 21 Kilometer oder teilen sich zu viert die Gesamtstrecke in der Staffel.

Jürgen Czyrt ist der einzige, der die volle Marathonstrecke von 42,195 Kilometer zurücklegen will. Der Mitarbeiter des Diakonischen Werks betätigt sich in der Vorbereitung zudem als Trainer anderer Läufer. Alle, die für die Stiftung Orbishöhe an den Start gehen, sind beim Marathon an ihrer Kleidung erkennbar. Sie werden ein weißes T-Shirt tragen mit dem Logo der Stiftung auf der Vorderseite und dem Schriftzug „Laufend Gutes tun“ sowie dem Verweis auf die Internet-Präsenz der Stiftung „www-sinn-stiften.de“ auf der Rückseite, kündigte Axel Rothermel an.

Die Schirmherrschaft hat der ärztliche Leiter der Sportmedizinischen Untersuchungsstelle des Kreises Bergstraße, Dr. Rudolf Ziegler übernommen. Er gab den Marathon-Läufern bei der Auftaktveranstaltung im Haus der Kirche wichtige Tipps für die Vorbereitung. Dazu gehört unter anderem eine konsequente  kohlenhydratreiche Ernährung sowie in den Tagen vor dem Start ein – so Dr. Ziegler wörtlich – „ausgeprägtes Murmeltier-Gehabe“. Das heißt: acht Stunden Schlaf pro Nacht sollte man sich schon gönnen. Insbesondere bei Hitze empfiehlt der Sportmediziner die gezielte „Darmwand-Abdichtung“ durch Kolostrum - auch bekannt als „Pfaffenmilch.“ Wie gut, dass am 21. Mai in Mannheim nicht bei Mittagshitze gelaufen wird. Es ist ein so genannter Dämmer-Marathon ist. Er beginnt am 21. Mai erst um 18.30 Uhr und dauert bis in die Nacht.

 

Foto: die "Marathonis" - vorne rechts Dr. Rudolf Ziegler neben Axel Rothermel und Brigitte Walz-Kelbel
Text u. Foto: bet