08.04.11 Nach der Katastrophe - Spenden und Beten für Japan


In vielen Kirchengemeinden finden nach wie vor Andachten für die Opfer und die Betroffenen des Erdbeben Tsunami und der Reaktorkatastrophe in Japan statt. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat unterdessen ein eigenes Spendenkonto eingerichtet, um schnelle und unbürokratische Hilfe zu ermöglichen.

Die Freitags-Andachten, mit denen die Kirchen in Heppenheim bereits am 18. März begonnen hatten, finden heute vorläufig zum letzten Mal statt. Um 15.00 Uhr wird es im St. Vinzenz-Kloster eine halbstündige Andacht geben und um 18.00 Uhr in der evangelischen Heilig-Geist-Kirche. „Mit Psalmgebet, Textlesung, kurzem Gedankenanstoß, Fürbitte und Stille sind die Andachten eine Gelegenheit, an die Opfer und deren Angehörige, an die Helfenden und die Hilflosen, an die Frage danach, wie es weitergehen kann, zu denken“, teilen die Organisatoren mit.

Am Samstag, den 09. April, findet zum vierten Mal eine Andacht in der Evangelischen Kirche Birkenau statt: Das Motto „Beten für Japan - Beten für unsere Zukunft" hat nach Angaben der Kirchengemeinden großen Zuspruch gefunden. Beginn ist um 17.00 Uhr. Die vorläufig letzte Samstags-Andacht ist für den 16. April vorgesehen, danach schließt sich die Karwoche an.

Die EKHN hat ein Spendenkonto für die Opfer des Erdbebens, Tsunami und der Atomkatastrophe  in Japan eingerichtet, um Hilfsmaßnahmen schnell und unbürokratisch unterstützen zu können. Dabei wird sie von Dr. Martin Repp, Mitarbeiter im Zentrum Ökumene, beraten. Er hat viele Jahre in Japan gelebt und gearbeitet und kann seine Erfahrungen als Freiwilliger nach dem Erdbeben 1995 in Kobe einbringen kann.

Die Prioritäten bei der Weiterleitung der Spenden sind laut EKHN:
1. Soforthilfe für die Obdachlosen in den Notunterkünften (Lebensmittel, Kleidung, Decken)
2. Mittelfristige Hilfe, wie Unterbringung und Versorgung in temporären Unterkünften
3. Langfristige Hilfe beim Aufbau von Wohnungen, kirchlichen Gebäuden und Infrastruktur

Die Spenden werden je nach aktuellem Bedarf an Mitgliedskirchen und -organisationen – wie den Christlichen Vereinen Junger Frauen und Männer (YMCA und YWCA) – des Nationalen Christenrates von Japan (NCC-J) für konkrete Hilfsmaßnahmen vor Ort überwiesen. Wie schon nach der Erdbebenkatastrophe in Kobe 1995 konzentrieren sie ihre Hilfe vor allem – aber nicht nur –  auf die am schwersten Betroffenen unter den Opfern (wie Kinder, ältere Menschen, Behinderte, mittellose Migranten usw.), die in Japan allzu oft aus dem sozialen Netz fallen.

Die Bankverbindung für die Spenden:
Gesamtkirchenkasse der EKHN
Kontonummer:  4100 000
BLZ 520 604 10
Evangelische Kreditgenossenschaft Kassel
Stichwort: Tsunami Japan
(bitte unbedingt nennen, ohne diese Angabe ist eine korrekte Verbuchung nicht möglich!)

Weiterte Infos:
www.zentrum-oekumene-ekhn.de

 

Foto: Heilig-Geist-Gemeinde Heppenheim
Text: bet