23.03.11 Förderverein Notfallseelsorge zieht erfreuliche Bilanz - Gottlieb Ohl bleibt Vorsitzender


Bei der Mitgliederversammlung zog der Vorstand des Fördervereins Notfallseelsorge wieder eine positive Bilanz. So konnte die Mitgliederzahl seit 2008 von 26 auf 78 Mitglieder gesteigert  werden.

Das Spendenaufkommen, die Mitgliedsbeitrage und die dem Verein zugedachten Bußgelder betrugen in 2010 ca. knapp 12 000 Euro. Ebenso viel wurde an die Notfallseelsorge  im Kreis Bergstraße ausgezahlt. Damit konnten die Ausbildungskurse 2010/2011, die Navigationsgeräte für die ehrenamtlichen Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger, deren Fortbildungen sowie Gemeinschaftsveranstaltungen und die anfallenden Fahrtkosten finanziert werden. Gottlieb Ohl stellte in seinem Jahresbericht klar, dass damit bereits nach drei Jahren der Förderverein, die Hälfte des Haushalt-Etats für die Notfallseelsorge trägt, bis auf die Gehaltsanteile der hauptamtlich berufenen Notfallseelsorger.

Ohl dankte den Mitgliedern des Vorstandes, besonders seinem Stellvertreter Hans Dieter Stolz für die hervorragende Arbeit der vergangenen drei Jahre und betonte, dass die erzielten guten Ergebnisse, durch eine erstklassige Teamarbeit zustande gekommen sind.

Heinz Peter Schneider stellte einen ausgeglichenen  Kassenstand vor und der wurde von den Prüfern auch ohne Beanstandungen abgesegnet.
Schriftführerin Sabina Geiger legte der Versammlung einen detaillierten Bericht  über die Zusammensetzung der 78 Mitglieder vor: So sind neben 55 Privatpersonen noch 9 Gemeinden, 6 Städte,  der Kreis Bergstraße, 3 Vereine und 4 Kirchengemeinden  dem Förderverein beigetreten. Sie ist sich sicher, dass durch eine gezielte Ansprache der Menschen nach Gottesdiensten die gewünschte Anzahl von 100 Mitgliedern in der nächsten dreijährigen Arbeitsperiode des neu zu wählenden Vorstandes erreicht werden kann.
Der Wirtschaftplan wurde mit insgesamt 2200 Euro von der Versammlung genehmigt.

Pfarrerin Barbara Tarnow stellte  die Arbeit der Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger im Jahr 2010 dar. Zu Zeit stehen 60  aktive Notfallseelsorger  (30 Frauen und 30 Männer)an 365 Tagen jeweils 24 Stunden den Menschen bei Ihren Nöten im Kreis Bergstraße zu Seite, wenn sie gebraucht werden. Im Moment werden 7 weitere Personen ausgebildet und ab Juni 2011 das Team verstärken.

 2010 wurden 91 Notfalleinsätze  und 2  Einsätze für Helferinnen und Helfer im Rahmen der Hilfe “ Stressbewältigung nach belastendem Einsatz“ geleistet. Davon sind 76 Einsätze im häuslichen und 15 im außerhäuslichen Bereich (56 in der Tagschicht und 35 in der Nachtschicht) durchgeführt worden. Die  Einsatzdauer lag zwischen 15 Minuten bis über 9 Stunden. Betreut wurden insgesamt 177 Frauen und 148 Männer.Pfarrerin Tarnow bedankte sich nochmals für die übergebenen Navigationsgeräte „ Die durch den Förderverein angeschafften Navigationsgeräte sind eine große Hilfe!“

Ein wichtiges Vorhaben wurde ebenfalls von ihr angekündigt: Die Feier des 10jährigen Bestehens am 28. Mai 2011.
Nach der Entlastung des Vorstandes standen die satzungsgemäßen Neuwahlen an. Alter und neuer Vorsitzender ist weiterhin Gottlieb Ohl, sein Stellvertreter bleibt Hans Dieter Stolz, die Finanzen sind bei Heinz Peter Schneider in den nächsten drei Jahren in besten Händen und die geschäftlichen Angelegenheiten wird Sabina Geiger als wiedergewählte Schriftführerin regeln. Pfarrerin Barbara Tarnow und Ursula Hafenrichter werden weitern hin als berufene Beisitzer seitens des evangelischen Dekanats Bergstraße und des Arbeitskreises Notfallseelsorge im Vorstand mitwirken.

Gottlieb Ohl bedankte sich für das Vertrauen und versprach für die nächsten drei Jahre, zusammen mit seinen Vorstandskolleginnen und Kollegen nach besten Kräften für die Sicherstellung der finanziellen Tagesobliegenheiten der Notfallseelsorge zu arbeiten. Sein Appell alle: „Helfen Sie mit, neue Mitglieder zu werden.“

 

Foto: der neue Vorstanddes Fördervereins von l.n.r. vorne: Ursula Hafenrichter, Barbara Tarnow, Sabina Geiger
hinten: Hans Dieter Stolz, Gottlieb Ohl, Heinz-Peter Schneider
Text und Foto: Förderverein Notfall-Seelsorge