14.03.11 Katastrophe in Japan - Mahnwachen und Gebete


Zur Katastrophe in Japan werden heute um 18.00 Uhr in zahlreichen Städten und Gemeinden Mahnwachen veranstaltet. Im Gebiet des Evangelischen Dekanats Bergstraße gibt es jeweils um 18.00 Uhr Mahnwachen in Lorsch (Kloster-Torhalle) und in Fürth (Ortsmitte an der alten Post).

Der Kirchenpräsident der EKHN, Dr. Volker Jung nimmt morgen in Darmstadt an einem ökumenischen Gebet für die Opfer in Japan teil. Es beginnt um 18.00 Uhr in der Stadtkirche.

Auch der Umweltpfarrer der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Hubert Meisinger hat sich zu Wort gemeldet. In seiner Stellungnahme heißt es:  „Wir fühlen mit den Menschen in Japan und bitten alle Christinnen und Christen, sie in ihre Gebete einzuschließen.“

Bei aller notwendigen politischen Diskussion um Kernenergie, die sofort eingesetzt habe, dürften die Menschen nicht vergessen werden, die ihre Angehörigen durch den Tsunami verloren haben, die jetzt vor Ort als Helfer tätig sind und die alle in großer Ungewissheit auf die drohende Katastrophe blicken: „Weltweit sind alle Augen auf Ostasien gerichtet – die Bilder von den Auswirkungen des Unglücks und der Evakuierung der Bevölkerung  sind erschreckend.“

„Die Situation ist beunruhigend“, fährt Meisinger fort, „die Risiken der Kernenergie werden fast 25 Jahre nach Tschernobyl auf dramatische Weise erneut deutlich vor Augen geführt.“Diese Technologie sei nicht mit 100prozentiger Sicherheit beherrschbar. „Selbst wenn die Wahrscheinlichkeit eines Eintretens sehr gering ist, sollte jegliches Risiko vermieden werden, das oberhalb einer Katastrophen-Schwelle angesiedelt ist.“ Im Sinne des Vorsorge- Prinzips plädiert Meisinger für einen Verzicht auf diese Technologie und entsprechende Änderungen in der Energie-Politik der Bundesregierung.

Die EKHN  hat auf ihrer Homepage inzwischen ein Themen-Special zu Japan eingerichtet: www.ekhn.de