17.02.11 "Da ist jede Menge Musik drin" - Förderprojekte der Stiftung Orbishöhe


Die Stiftung Orbishöhe hat 2011 die Förderung für das Mutter-Kind-Haus in Rimbach nochmals erhöht. Ein innovatives Musikprojekt für Kinder und Jugendliche in Viernheim ist in diesem Jahr neu in die Förderung aufgenommen worden.

„Wir möchten mit den begrenzten Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, Projekte fördern, die Vorbild- und Modellcharakter haben“, erläuterte der Stiftungsvorsitzende Axel Rothermel. Nach seiner Überzeugung ist das Viernheimer Musikprojekt innovativ und grenzüberschreitend. „Es verbindet jungen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft,  weil Musik eine Sprache ist, die jeder versteht. In dem Projekt ist jede Menge Musik drin“, so Axel Rothermel, der auch Präses des Evangelischen Dekanats Bergstraße ist.

Im Viernheimer „Treff im Bahnhof“, das von der städtischen Jugendförderung betrieben wird, gibt es Workshops für Hip Hop, Theater, Tanz und Chor. Daran nehmen Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren teil. Etliche von ihnen sind ausländischer Herkunft.  Nach den bisherigen Erfahrungen hat ihnen das Musikprojekt Selbstvertrauen gegeben, ihre Teamfähigkeit sowie interkulturelle Kompetenz gestärkt und dadurch zur Integration beigetragen.

Auf das Projekt war die Stiftung Orbishöhe durch das Diakonische Werk Bergstraße aufmerksam geworden, das daran mit seinem Jugendmigrationsdienst beteiligt ist. Die Leiterin des Diakonischen Werks, Brigitte Walz-Kelbel gehört dem Kuratorium der Stiftung Orbishöhe an. Durch die Projektförderung der Stiftung kann in diesem Jahr eine Finanzierungslücke von rund 2650 Euro gestopft werden. Für die Folgejahre hat die Stiftung bereits weitere Unterstützung in Aussicht gestellt. „Wir haben einige, noch nicht ganz spruchreife  Ideen, wie wir das Projekt weiter mit finanzieren können“, sagte Stiftungsvorsitzender Axel Rothermel.

Der größte Betrag fließt wie in den Vorjahren auch 2011 wieder in das Mutter-Kind-Haus in Rimbach .Durch dieses Projekt, das vom Diakonischen Werk Bergstraße betrieben wird, können Kinder bei ihren psychisch kranken Müttern bleiben. Ihnen bleibt damit ein Heimaufenthalt erspart. Gegenüber dem Vorjahr wird 2011 die Förderung nochmals um 2.000 Euro auf insgesamt 17.000 Euro erhöht. Das Mutter-Kind-Kaus hat ebenfalls Modellcharakter. Weitere Sozialverbände aus Hessen und den Nachbarbundesländern haben bereits Interesse gezeigt, ähnliche Projekte auf den Weg zu bringen.

2010 hatte die Stiftung Orbishöhe das Musikprojekt Jeki (Jedem Kind ein Instrument) der Friedrich-Fröbel-Schule in Viernheim mit 1.000 Euro und die Mehrgenerationenarbeit in Zotzenbach und Wald-Michelbach mit 2.000 Euro bezuschusst. Beide Förderungen sind wie geplant ausgelaufen.

„Uns mangelt es nicht an Ideen und Projekten. Doch wir können nur so viel fördern, wie der Ertrag aus dem Stiftungskapital hergibt“, betonte Axel Rothermel. Die Stiftung Orbishöhe ist eine offene Stiftung. Zustiftungen oder einmalige Spenden sind jederzeit möglich.

Kontakt:
Stiftung Orbishöhe
c/o Evangelisches Dekanat Bergstraße
Annette Siegel
Tel.: 06252/6733-22
E-Mail: siegel@haus-der-kirche.de

 

Das Foto zeigt die Kuratoriumsmitglieder der Stiftung Orbishöhe Werner Breitweiser (links), Brigitte Walz-Kelbel (2.v. links), Hans Jakob (3. v. links), Axel Rothermel (5. von links) und Karl-Hans Geil (rechts) mit den Aktiven des Musikprojekts Viernheim
Text u. Foto: bet