02.02.11 Mit keltischem Kreuz - Ökumenisches Abendgebet "Iona meets Lorsch"


Seit nunmehr fast einem Jahr versammeln sich in der Lorscher Königshalle jeden Mittwoch um 18.00 Uhr etwa zwanzig Menschen verschiedener konfessioneller Herkunft zum Ökumenischen Abendgebet "Iona meets Lorsch". Ein neues Kreuz wurde  jetzt eigens in Anlehnung an das vor der Klosterkirche auf der schottischen Insel Iona angefertigt und feierlich eingeführt. Es steht in der Mitte des Abendgebets.

"Hier treffen sich Himmel und Erde - Menschen finden hier ihre Mitte" - darin sind sich Renatus Keller, Pfarrer für Ökumene und Mission im Evangelischen Dekanat Bergtsraße, und Stephan Volk, Referent im Katholischen Dekanat Bergstraße-Mitte, einig.

„Jeder und jede fühlt sich willkommen".  "Und diese halbe Stunde des gemeinsamen Gebets tut einfach gut." - so war es bei einem festlichen Abendessen, zu dem ins Kurfürstliche Haus neben der Klosterkirche im Anschluss an das Abendgebet eingeladen wurde, zu hören. Manche sind jeden Mittwochabend mit dabei, andere eher spontan, wenn es die Zeit gerade erlaubt. Und es kommen immer wieder Menschen neu dazu.  Die Königshalle auf dem Lorscher Klosterhügel und seiner Geschichte bietet sich als Ort dafür geradezu an. Und die Zeit, in der Mitte der Woche, am Abend des Tages, empfinden viele als passend, um einmal mehr innezuhalten und um miteinander im Gebet einzustehen für Frieden, für Menschen in Not, für die Bewahrung der Schöpfung. Geprägt ist dieses Gebet von der christlich-keltischen Spiritualität des schottischen Klosters Iona.

Jeder Monat des Jahres steht bei diesem Abendgebet unter einem neuen Thema. An den Mittwochabenden im Februar geht es um das Gebet, die innere Haltung beim Beten und den Zusammenhang zwischen Gebet und Glauben. Anstöße aus der frühen christlichen Tradition über Martin Luther bis hin zu Frère Roger, dem Gründer der Glaubensgemeinschaft von Taizé, regen an, darüber nachzudenken.

"Iona meets Lorsch" ist von Anbeginn ein ökumenisches Projekt, zu dem Vertreter des Evangelischen und des Katholischen Dekanats an der Bergstraße in guter Kooperation mit der Verwaltung der Welterbestätte Kloster Lorsch einladen.

 

Text u. Foto: rk