23.11.2010 Heppenheimer Erklärung auf dem Prüfstand - Grundeinkommen für jede(n)?


Die Heppenheimer Erklärung gegen Armut und Ausgrenzung wird der Prüfung eines Wissenschaftlers unterzogen und es wird eine Alternative zu Hartz IV präsentiert. Zwei Veranstaltungen mit namhaften Referenten befassen sich mit dem Themenkomplex Armut und Gerechtigkeit. 

Ist die soziale Marktwirtschaft ein Auslaufmodell? So lautet die Frage des Novembervortrages, zu dem der ökumenische Vorbereitungskreis der beiden Lorscher Kirchengemeinden einlädt.  Er bezieht sich direkt auf die Heppenheimer Erklärung gegen Armut und Ausgrenzung, in der das evangelische und die katholischen Dekanate Bergstraße Anfang Oktober gemeinsam „mehr Mut und Phantasie für Gerechtigkeit“ gefordert hatten. In der Ankündigung zum Vortrag von Professor Franz Segbers (Foto oben) heißt es: „Der in Marburg lehrende Sozialethiker wird die kirchliche Sichtweise auf vermeintliche und tatsächliche Ungerechtigkeiten der Gegenwart darlegen - von der den Konzernen zugeneigten Energiepolitik der Berliner Regierung bis zur Stigmatisierung von Menschen, die vom sozialen Netz aufgefangen und mit Hartz IV leben müssen. Zum Thema Armut und Ausgrenzung haben sich jüngst die Dekanate beider Kirchengemeinden der Bergstraße in ihrer ‚Heppenheimer Erklärung’ geäußert. Ihre Zweifel, ob es in Deutschland sozial gerecht zugeht, werden beim Vortrag der Prüfung eines Wissenschaftlers unterzogen."

Die Veranstaltung beginnt am Mittwoch (24.November) um 20.00 Uhr im Paul-Schnitzer-Saal des Museumszentrums in Lorsch.

 

"1000 Euro für jeden. Die Vision eines Grundeinkommens für alle – ein Weg Arbeit fair zu teilen?" Dieser Frage geht Götz W. Werner (Foto links) nach. Das Forum „Arbeit im Gespräch“, an dem auch das Evangelische Dekanat beteiligt ist, hat den Gründer und Aufsichtsrat der dm-Drogeriekette zu einer Veranstaltung nach Bensheim eingeladen und schreibt: „Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens ist, jedem Menschen monatlich einen Grundbetrag zur Verfügung zu stellen. Götz Werner plädiert in seinem neuesten Buch „1000 Euro für jeden. Freiheit, Gleichheit, Grundeinkommen“ für ein Basiseinkommen. Überlassen bleibe jedem und jeder, diesen Betrag mit Erwerbsarbeit zu erhöhen. Der Unternehmer legt dar, warum das Grundeinkommen aus seiner Sicht in unserer industrialisierten Gesellschaft eine Reihe von Problemen lösen würde.“

Die Veranstaltung am Donnerstag, (25. November) beginnt um 19.00 Uhr im Kolpinghaus, Am Rinnentor 46 in Bensheim.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




 

 





 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 




 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Text u. Fotos: bet