18.11.2010 "Singen, tanzen, klatschen, pfeifen" - Ein Jahr Mini-Gottesdienst


„Wir singen alle Hallelu...“ steht auf dem Liedblatt. Doch damit geben sich die Kinder nicht zufrieden. Sie tanzen, klatschen, schnalzen, stampfen, patschen und pfeifen alle Hallelu. Schließlich gibt es etwas zu feiern. Der Mini-Gottesdienst hat seinen ersten Geburtstag.

Vor einem Jahr hatte das Team von Jutta Gemeinhardt, Daniela Fischer und Frank Sticksel begonnen, einen Mini-Gottesdienst für Kinder zwischen 0 und 6 Jahren anzubieten. Er findet nicht in der Heppenheimer Heilig-Geist-Kirche von Pfarrer Sticksel statt, sondern in der kleinen Kappelle der Vitos-Klinik für Psychiatrie. „So haben auch die Patienten von der Mutter-Kind-Station die Möglichkeit an dem Gottesdienst teilzunehmen“, sagt Jutta Gemeinhardt. Die Gemeindepädagogin ist in der Psychiatrie-Seelsorge tätig.

Einige nehmen sogar einen längeren Anfahrtsweg in Kauf, um beim Mini-Gottesdienst dabei sein zu können. Eine ehemalige Patientin kommt mit ihrem Kind von Seeheim-Jugenheim nach Heppenheim „Doch wer von wo kommt, wer Patient ist und wer nicht, ist nicht wichtig und das merkt man auch nicht“, betont Jutta Gemeinhardt. Merken kann man aber, dass es den Kindern sichtlich Spaß macht. Sie sind beim Mini-Gottesdienst mit Feuereifer dabei. Vor allem, wenn Wiedo herbeigerufen wird. Er ziert sich ein bisschen, wenn viele Menschen im der Kapelle sind. Doch wenn die Kinder nach ihm verlangen, lässt er sich erweichen und kommt schließlich doch. Wiedo ist eine Handpuppe, die als Erzählfigur  eingesetzt wird. Die Themen für die Kleinen orientieren sich am Kirchenjahr.

 

 

 

 

 

 



 

 


„Echt elefantastisch, einfach bombastisch, Musik, die uns gefällt von Gott und seiner Welt“, singen die Kinder lautstark mit. Und die ganz Kleinen unter den Minis finden das Liedblatt so fantastisch, dass sie es am liebsten ganz für sich behalten wollen und es zerknüllt in den Mund stecken. Der Mini-Gottesdienst findet einmal im Monat statt. Zum Geburtstags-Gottesdienst sind 16 Kinder mit ihren Müttern gekommen. Das jüngste Kind ist gerade 11 Wochen alt. Um ganz ehrlich zu sein: der Junge lag glücklich im Arm seiner Mutter und hat den Mini-Gottesdienst komplett verschlafen. Aber wenn im nächsten Jahr die Minis den zweiten Geburtstag ihres Gottesdienstes feiern werden, wird er hellwach dabei sein – ganz bestimmt!

 

 

 

 

 

 




 

 





 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Text u. Fotos: bet

 

 




 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Text u. Fotos: bet