12.11.2010 Tagung der Dekanatssynode in Lorsch - Fleischkonsum und Bewahrung der Schöpfung


Die Dekanatssynode des Evangelischen Dekanats Bergstraße tagt heute in Lorsch. Nach der konstituierenden Sitzung im März ist es die erste Arbeitssitzung des „regionalen Kirchenparlaments“, die von Präses Axel Rothermel geleitet wird. Die 115 Synodalen aus 34 Kirchengemeinden haben eine umfangreiche Tagesordnung zu bewältigen.

Zum Auftakt wird die Dekanatssynode über die Verteilung der Gelder aus dem so genannten Finanzausgleichsfonds entschieden. Für diese Mittel, die die Landeskirche zur Verfügung stellt, haben verschiedene Kirchengemeinden Anträge gestellt. Die Vergabe ist abhängig von konkreten Projekten.  Ums Geld geht es auch beim Entwurf den Haushaltsplan 2011, über den die Synodalen abstimmen werden. Außerdem befassen sie sich mit Anträgen zur Pfarrstellenbemessung. Damit wird geregelt, wie viele Pfarrstellen auf die einzelnen Gemeinden entfallen.

Die Dekanatssynode wird sich zudem mit einem Thema auseinandersetzen, das durch die globale Erwärmung gesellschaftliche Brisanz bekommen hat. Es geht um den Zusammenhang von Fleischkonsum und Bewahrung der Schöpfung. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen trägt die Tierhaltung zur Fleischerzeugung erheblich zu den klimaschädlichen Emissionen bei. Das Problem ist verschärft worden, weil der Fleischverzehr im letzten Jahrzehnt deutlich zugenommen hat und nach den Prognosen weiter zunehmen wird.

Die Dekanatssynode ist das Leitungsgremium des Dekanats. Sie setzt sich zusammen aus Delegierten der Kirchengemeinden, in der Regel jeweils eine Pfarrerin oder ein Pfarrer sowie zwei Ehrenamtliche. Hinzu kommen einige gewählte und berufene Mitglieder. Zu ihren Aufgaben gehört es, die evangelische Kirche in der Region zu entwickeln und ihr Profil zu schärfen.

Die Tagung beginnt heute um 16.30 Uhr im Museumszentrum Lorsch, Nibelungenstr. 35

 

Das Foto stammt von der konstituierenden Sitzung der Dekanatssynode am 6. März dieses Jahres in Heppenheim
Text u. Foto: bet