09.10.10 Kein Tag wie jeder andere - "Mein Sonntag" in Lorsch


Die vom Evangelischen Dekanat Bergstraße konzipierte Wanderausstellung „Mein Sonntag“ ist ab sofort in der Chirurgisch-Orthopädischen Fachklinik Lorsch zu sehen. Gezeigt werden 15 Porträts von Menschen aus der Region, die über ihren Sonntag berichten.

„Die Sonntagserlebnisse und Sonntagsgedanken sind zwar sehr unterschiedlich, sie machen dennoch deutlich, dass der Sonntag kein Tag wie jeder andere ist“, meint  Klinikseelsorgerin Silke Bienhaus, auf deren Initiative die Ausstellung in Lorsch gezeigt wird. Die Ausstellung problematisiert die konsumorientierte Zunahme der Sonntagsarbeit und wendet sich gegen sonntägliche Ladenöffnung. Sie zeigt aber auch, dass Sonntagsarbeit gesellschaftlich notwendig sein kann.

„Wir möchten gerne mit der Ausstellung zum Nachdenken über dieses Thema anregen, auch wenn in einem Krankenhaus aus naheliegenden Gründen natürlich auch sonntags gearbeitet werden muss“, sagt Dr. Katrin Keim-Zimmermann von der Lorscher Fachklinik. Als Beispiel für notwendige Sonntagsarbeit dient das Porträt von Thomas Egner,  der in der Lorscher Klinik als Krankenpfleger arbeitet. Für ihn ist es normal, dass er regelmäßig sonntags Dienst hat, er betont aber auch:  „Wenn es geht, sollte man den Sonntag von allen Alltagsdingen freihalten. Eine geöffnete Autowaschanlage brauchen wir sonntags jedenfalls nicht.“ 

Andere Porträts machen deutlich, wie wichtig der Sonntag als Ruhetag ist oder wie er für gemeinsame Unternehmungen mit der Familie oder Freunden genutzt wird. Die Ausstellung ist bis Anfang November in der Chirurgisch-Orthopädischen Fachklinik Lorsch in der Wilhelm-Leuschner Straße zu sehen.

 

 


Foto: Dr. Katrin Keim-Zimmermann von der Lorscher Fachklinik (links) und Pfarrerin Silke Bienhaus von der Klinikseelsorge
Text u. Foto: bet