19.08.10 Flutkatastrophe Pakistan - EKHN stellt 50.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung


„Das ist eine Katastrophe, die sich unserer Vorstellungskraft entzieht: Eine Fläche von der Größe Deutschlands steht unter Wasser. 20 Millionen Menschen sind obdachlos und hilfsbedürftig. Jetzt geht es ganz schlicht um Taten der Nächstenliebe. Ich bitte um humanitäre Hilfe, damit die Betroffenen überleben können.“ Mit diesen Worten hat Kirchenpräsident Dr. Volker Jung um Unterstützung für die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan gebeten.

Benötigt werden Spenden für die Diakonie Katastrophenhilfe. Sie bringt viel Erfahrung im direkten und effizienten Helfen in Katastrophengebieten mit. Im Nordwesten des Landes ist sie bereits aktiv und versorgt rund 60.000 Menschen. Sie hofft, ihre Weiterarbeit mit Spenden sichern zu können.

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat 50.000 Euro Soforthilfe bereitgestellt und bittet um Spenden.
Bankverbindung
EKHN
Kennwort: "Flutopferhilfe Pakistan".
Evangelische Kreditgenossenschaft Kassel
Konto 4 100 000, BLZ 520 604 10

Die Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe konzentriert sich auf die beiden Distrikte Charsadda und Nowshera im Nordwesten, die vollkommen unter Wasser stehen und wo nach ersten Schätzungen mindestens 56.000 Familien ihre Lebensgrundlagen verloren haben. Verteilt werden Nahrungsmittel, Zelte, Plastikplanen und Hygienesets. Ein Schwerpunkt ist die Trinkwasserversorgung. 25 Großtanks sind im Einsatz, weitere 50 sollen folgen. Bei der Verteilung der Hilfsgüter wird die Diakonie Katastrophenhilfe von Dorfkomitees mit ehrenamtlichen Helfern vor Ort unterstützt. Die Familien erhalten eine warme Mahlzeit am Tag. Um der Verbreitung von Krankheiten vorzubeugen, verteilen die Hilfsteams in den nächsten Tagen 9000 "Familienpakete" mit grundlegenden Hygieneartikeln wie Seife, Handtüchern, Windeln, Damenbinden sowie Putz- und Waschmittel. Der lokale Partner der Diakonie Katastrophenhilfe organisiert Gemeindetreffen, bei denen die Flutopfer über Hygiene- und Vorbeugungsmaßnahmen informiert werden.

Der pakistanische Partner der Diakonie Katastrophenhilfe gewährleistet, dass tatsächlich die Verletzlichsten unter den Flutopfern vorrangig Hilfe erhalten: Familien mit weiblichem Haushaltvorstand, mit älteren, chronisch kranken oder behinderten Angehörigen und jüngeren Kindern. Zur Koordination ihrer Arbeit hat die Diakonie Katastrophenhilfe Logistikfachleute aus ihrem Regionalbüro in Istanbul in die Katastrophenregion entsandt.

Text: ekhn
Foto: Diakonie Katastrophenhilfe