04.08.10 "Och, die kenne ich doch!" - "Mein Sonntag" im Kreiskrankenhaus Bergstraße


Die Ausstellung „Mein Sonntag“ wird erstmals außerhalb der Kirche gezeigt. Bis zum 27. August sind die Sonntagsporträts im Foyer des Kreiskrankenhauses Bergstraße zu sehen. Die evangelische Klinikseelsorge hatte sich dafür eingesetzt.

„Och, die kenne ich doch!“, sagte eine Mitarbeiterin des Kreiskrankenhauses, als sie am Porträt von Martina und Thomas Egner vorbeilief. Beide arbeiten als Krankenpfleger – sie im Kreiskrankenhaus Bergstraße, er in der Fachklinik Lorsch. „Sonntags haben wir oft Dienst“, sagen sie und machen nach eigenen Angaben das Beste daraus. Doch beide sind auch der Meinung, dass ein anderer freier Tag in der Woche den Sonntag nur unzureichend ersetzen kann. Denn was nutzt ein freier Tag in der Woche, wenn der Mann, die Frau oder die Freunde arbeiten und es keinen gemeinsamen freien Tag gibt?

Das Sonntagsporträt des Ehepaares Egner ist eines von insgesamt 15. Sie zeigen Menschen aus der Region mit ihren  Sonntagsgeschichten und Sonntagsgedanken. Das Evangelische Dekanat Bergstraße hat diese Ausstellung zusammengestellt. Damit will die evangelische Kirche deutlich machen, dass der Sonntag ein besonderer Tag ist, dass der Sonntag um der Menschen willen arbeitsfrei bleiben sollte und dass es ohne Sonntag nur noch Werktage gibt. Die Ausstellung will die Besucher/innen zum Nachdenken über den eigenen Sonntag anregen, aber keine „heile Sonntagswelt“ vorgaukeln. So kommen in der Ausstellung auch eine Obdachlose und ein Strafgefangener mit ihren Sonntagserfahrungen und Sonntagserlebnissen zu Wort.

Die Ausstellung im Foyer des Krankenhauses ist täglich – auch Sonntag - zu den üblichen Besuchszeiten zu sehen.


Foto: Pfarrerin Silke Bienhaus von der Ev. Klinikseelsorge hatte sich für die Ausstellung eingesetzt. Auch sie kennt die beiden Krankenpfleger auf dem Porträt im Hintergrund.

Text und Foto: bet