26.07.10 "Sonntag - ein Geschenk des Himmels" - Weitere Unterstützung für Starkenburger Sonntagsallianz


Vor einem Jahr, im Juli 2009, hatte sich auf Initiative des Evangelischen Dekanats Bergstraße die Allianz für den freien Sonntag in der Region Starkenburg gegründet. Die Sonntags-Allianz ist seitdem kräftig gewachsen. Inzwischen zählt die Initiative mehr als 50 Unterstützer. Jüngstes Mitglied ist die katholische Kirchengemeinde St. Peter in Heppenheim.

„Sankt Peter stellt sich somit ganz bewusst hinter die Erklärung der Allianz, in der es unter anderem heißt: ‚Die ,Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft', die immer weniger verlässliche gemeinsame freie Zeiten für die Familie, die Freunde und die Freizeitgestaltung kennt, wird durch eine starke Zunahme von Samstags-, Abend- und Nachtarbeit begleitet. Dieser Entwicklung wollen wir entgegenwirken und uns für den gemeinsamen freien Sonntag und das freie Wochenende einsetzen.’, heißt es in einem Artikel in der heutigen Ausgabe des Starkenburger Echo. Die Zeitung zitiert die Vorsitzende des Personalgemeinderats von St. Peter, Barbara Balke mit den Worten: ,,Immer größer werdende wirtschaftliche Zwänge lassen die erholsamen Zeiten für gemeinsame Aktivitäten der Familien schrumpfen, manchmal ohne dass sich die Familien darüber Rechenschaft geben. Wir wünschen, dass der Sonntag - von wenigen wichtigen Ausnahmen abgesehen - für die Familien erhalten bleibt."

Die Allianz für den freien Sonntag hatte zwölf Gründungsmitglieder. Neben den sechs evangelischen Dekanaten in der Propstei Starkenburg unterzeichneten auch die drei Bergsträßer katholischen Dekanate, der DGB-Bezirk Südhessen, ver.di Südhessen sowie der Olympische Club Starkenburg die Erklärung.. Darin heißt es:
„Die Kirchen haben immer deutlich gemacht, dass der arbeitsfreie Sonntag wesentlich zu einer Kultur gehört, die vom christlichen Glauben geprägt ist. Die Gründer und Erstunterzeichner der Initiative „Allianz für den freien Sonntag in der Region Starkenburg“ fordern einen konsequenten Schutz der arbeitsfreien Sonn- und Feiertage und eine Bekräftigung unserer Sonn- und Feiertagskultur, nicht nur im Einzelhandel, sondern auch in anderen Branchen, wo eine Sonntagsarbeit nicht unbedingt notwendig ist.“

Der Starkenburger Erklärung haben sich zahlreiche Kirchengemeinden, Bildungseinrichtungen und andere Organisationen angeschlossen. 2011 wird für den Sonntagsschutz übrigens ein ganz entscheidendes Jahr werden. Das hessische Ladenöffnungsgesetz, das die Öffnung der Geschäfte an vier Sonntagen ermöglicht (in Kommunen mit besonderem Besucheraufkommen dürfen sogar an bis zu 40 Sonntagen bestimmte Waren verkauft werden) läuft Ende 2011 aus und muss neu geregelt werden. Die Allianz hat angekündigt, sich weiter aktiv in die Debatte um den freien Sonntag einzuschalten.


Foto: Abseilaktion vom Turm der Münchner Peterskirche während des Ökumenischen Kirchentages
Text: bet

Foto: ökt