06.07.10 Dachschaden - Kirchengemeinde Zotzenbach sucht Spender für Dachgauben


Es ist unübersehbar: die evangelische Kirche in Zotzenbach hat einen Dachschaden. Der wird zurzeit mit Hochdruck und mit tatkräftiger Unterstützung einzelner Gemeindemitglieder beseitigt.

Als Mitte Mai die Dachsanierung begann, war der Schrecken groß. Die Schäden waren größer als gedacht, nicht nur weil sich der Holzbock im Gebälk breit gemacht hatte. “Es hat sich auch herausgestellt, dass die zehn Dachgauben komplett erneuert werden müssen. Dies war nicht absehbar und eingeplant“, erläutert Pfarrer Hermann Birschel. Die komplette Sanierung wird damit teurer als veranschlagt.

Der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Erich Nauth, wollte an alte Zotzenbacher Tugenden anknüpfen und startete einen Aufruf, neue Gauben für die Kirche zu spenden. „Die Zotzenbacher sind mit ihrer Kirche eng verbunden. Sie schätzen dieses Wahrzeichen unserer Gemeinde“,  meint Erich Nauth. Er erinnerte daran, dass vor 133 Jahren die Kirche aus Eeigenmitteln der Gemeinde und mit breiter Unterstützung der Gemeindemitglieder erbaut worden war.

Prompt meldeten sich die ersten zwei Spender, die jeweils eine Gaube zum Preis von  genau 1.351,84 Euro kauften. Einer von ihnen ist Walter Steinmann. Eine alte Original-Gaube aus der Erbauungszeit der Kirche hat er dafür als Erinnerungsstück bekommen. Der 76jährige war früher als Bauunternehmer tätig und gehört heute dem Bauausschuss der Kirchengemeinde an. „Wenn ich mich engagieren kann, dann mache ich es halt“, gibt sich Walter Steinmann bescheiden. Er hatte sich bereits früher unter anderem für die Sanierung des evangelischen Kindergartens oder des Pfarrhauses ehrenamtlich eingesetzt. „Walter Steinmann ist für die Kirchengemeinde enorm wichtig. Auf seinen Rat möchte ich nicht verzichten“, sagt Erich Nauth vom Kirchenvorstand.

Die Kirchengemeinde hofft noch weitere Gaubenspender. Die Namen der Spender sollen auf einer Tafel im Kircheninneren verzeichnet werden. Wenn alles planmäßig verläuft und es keine neuen Überraschungen gibt, wird die Dachsanierung bis Oktober abgeschlossen sein. Gottesdienste werden bis dahin weiter in der Kirche gefeiert - selbst mit  Dachschaden.

 

Foto oben von links n. rechts: Walter Steinmann, Hermann Birschel, Erich Nauth
Text: bet
Fotos: Gesine Stöcker