28.06.10 Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen gegen weitere Aushöhlung des Sonntagsschutzes


Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Hessen-Rheinhessen  hat sich in die Diskussion um den Sonntagsschutz eingeschaltet.  Bei  ihrer Delegiertenversammlung auf dem Herrnhaag bei Büdingen plädierte die ACK dafür, sich gegen weitere verkaufsoffene Sonntage ab 2011 zu engagieren. Hintergrund: In Hessen läuft die aktuelle Regelung von maximal vier Sonntagen im Jahr aus, an denen die Geschäfte aus besonderen Anlässen auch am Sonntag geöffnet sein dürfen.

 „Es steht zu befürchten, dass die Aufweichung der ohnehin schon geltenden Feiertagsregelung noch weiter zunimmt;“ sagte der ACK-Vorsitzende, Pfarrer Jörg Bickelhaupt vom „Zentrum Ökumene“ in Frankfurt.  Die Delegierten der 21 Gast- und Mitgliedskirchen der regionalen ACK fassten den Entschluss, sich bei ihren Kirchenleitungen für eine Vernetzung aller Kirchen stark zu machen, um die in Gründung befindliche hessische Initiative „Allianz für einen freien Sonntag“ nach Kräften zu unterstützen.

Die hessenweite Sonntagsallianz soll im Herbst gegründet werden. Am  Vorbereitungstreffen hatten unter anderen Vertreter der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB), des Kolpingwerkes, des DGB Hessen sowie des Zentrums Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN teilgenommen.

Im Juli vergangenen Jahres war auf Initiative des Evangelischen Dekanats Bergstraße die Allianz für den freien Sonntag in der Region Starkenburg gegründet worden. Gründungsmitglieder sind alle evangelischen Dekanate in der Propstei Starkenburg, die drei katholischen Dekanate Bergstraße Mitte, Ost und West. DGB Südhessen, Ver.di Südhessen sowie der Olympische Club Starkenburg. Die Starkenburger Erklärung zum Sonntagsschutz haben inzwischen über 50 Kirchengemeinden, Verbände und Organisation unterzeichnet.


Text: bet