08.05.10 Bewegende Trauerfeier in Gorxheimertal - Abschied von Heinz Ufer


Unter großer Anteilnahme ist Prof. Heinz Ufer am Samstag in seiner Heimatgemeinde Gorxheimertal  beigesetzt worden. Der langjährige Präses war am 29. April im Alter von 76 Jahren überraschend verstorben. Er hinterlässt vier erwachsene Kinder,  sieben Enkel und seine Frau Christina, mit der er anlässlich ihrer Goldenen Hochzeit vor kurzem noch eine Reise zu all den Orten unternahm, die für beide von großer Bedeutung waren.

Der Glaube habe bei Heinz Ufer enorme schöpferische Kräfte freigesetzt, betonte sein langjähriger Weggefährte, Alt-Dekan Helmut Steigler in seiner Ansprache und erinnerte an das vielfältige kirchliche und gesellschaftliche Engagement des Verstorbenen. „Heinz Ufer war ein Garant und Anwalt von Vitalität und Lebensfreude“, sagte Steigler bei der Trauerfeier in der überfüllten evangelischen Kirche von Gorxheimertal.

Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Volker Jung würdigte Ufers Einsatz für die Landeskirche als Mitglied der Kirchenleitung und der Kirchensynode. „Er überraschte uns immer wieder durch neue Ideen. Wir alle sind durch Heinz Ufer reicht beschenkt worden“, meinte der Kirchenpräsident. Vor vier Jahren war Heinz Ufer die Martin-Niemöller-Medaille verliehen  worden. Es ist die höchste Auszeichnung, die die EKHN zu vergeben hat.

Die Bergsträßer Dekanin Ulrike Scherf erinnerte an die vielen prägenden Initiativen von Professor Ufer. So habe er mit Empfang zum neuen Kirchenjahr, die die beiden evangelischen Dekanate Bergstraße und Ried gemeinsam veranstalten, das Kirchenjahr wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. „Groß und ideenreich denken und tatkräftig handeln. Das war die Maxime von Heinz Ufer“, sagte Dekanin Scherf.

Einen Nachruf sprach bei der Trauerfeier auch Stadträtin Elke Stegmeier für die Stadt Mannheim, wo Heinz Ufer jahrzehntelang wirkte und mit seinen Konzepten für die Erwachsenenbildung national wie international Maßstäbe setzte. Daran erinnerte auch Dr. Wera Hemmerich von der Mannheimer Abendakademie, deren Leiter Heinz Ufer war. Professor Dr. Felix Leonhardt, der für die Kurpfalzbibliothek und die Stadt Lorsch einen Nachruf sprach, würdigte Heinz Ufer als „Mann des Geistes, der selbst begeistert war und andere begeistern konnte“. Abschied nahm auch der Heinz-Ufer Freundeskreis aus Lorsch.

Die Liturgie der Trauerfeier gestaltete Gemeindepfarrerin Dr. Vera-Sabine Winkler. Für den Kirchenvorstand Gorxheimertal sprach Jürgen Hörner eine Fürbitte. Dekanatskantor Konja Voll (Orgel), Beatrice Schächner (Violine) und Anja Gohl. (Gesang) sorgten für eine bewegende musikalische Umrahmung der Feier. Musikalisch Abschied nahm  auch Fabian Ufer mit Orgel-Musik zu einem Eduard Mörike – Gedicht, das sein Vater, der Musikliebhaber Heinz Ufer, einst vertont hatte. Darin heißt es am Schluss: „Herr, dir in die Hände / sei Anfang und Ende / sei alles gelegt.“

 

 

 

Text u. Foto: bet