22.04.10 Plakat-Aktion "Wir sind viele" - 62 Notfallseelsorger/innen im Kreis Bergstraße


In keinem anderen Landkreis gibt es so viele Aktive in der Notfallseelsorge wie im Kreis Bergstraße. Morgen werden zwei weitere Notfallseelsorgerinnen beauftragt, so dass es dann insgesamt 62 Ehrenamtliche sind, die für Einsätze zur Verfügung stehen.

Die Notfallseelsorgerinnen und –seelsorger stehen bereit, wenn Menschen einen Schicksalsschlag verkraften müssen. Sie betreuen zum Beispiel die Angehörigen von Unfallopfern, bei Suizid(versuchen) oder sie überbringen Todesnachrichten.  „Wir möchten Menschen in die Lage versetzen, dass sie wieder Boden unter die Füße bekommen. Es geht um Erste Hilfe für die Seele“, meint die Koordinatorin für die Notfallseelsorge im Kreis Bergstraße, Pfarrerin Barbara Tarnow. „Erste Hilfe für die Seele“ steht auch als Motto auf Plakaten sowie auf Postkarten, mit denen die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) derzeit auf die Arbeit der Notfallseelsorge aufmerksam macht. Die EKHN hat insgesamt 601 Notfallseelsorger/innen beauftragt. Weitere Beauftragungen wurden von der katholischen Kirche und von Rettungsdiensten ausgesprochen.

Im vergangenen Jahr war die Notfallseelsorge  insgesamt  97mal  im Kreis Bergstraße  im Einsatz – so häufig wie nie zuvor. Sie ist täglich rund um die Uhr erreichbar. Jeweils zwei Personen sind in Rufbereitschaft.  Die Notfallseelsorge arbeitet eng mit der Polizei, der Feuerwehr und den Rettungsdiensten zusammen.

Alle Aktiven arbeiten ehrenamtlich. Sie werden auf ihre Tätigkeit umfangreich vorbereitet und geschult. Die Ausbildung abgeschlossen haben gerade Annette Siegel aus Heppenheim und Uta Voll aus Bensheim (Foto links). Beide werden am Freitag (23.4.) in der evangelischen Kirche in Fürth offiziell mit dem Dienst beauftragt. Der Gottesdienst beginnt um 18.00 Uhr.


 

 

Text u. Foto: bet