18.04.10 Hohe Auszeichnung für Christel Fuchs - EKHN würdigt außerordentliches Engagement


Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hat Christel Fuchs aus Heppenheim mit der Silbernen Ehrenadel ausgezeichnet. Es íst die nach der Martin Niemöller-Medaille zweithöchste Auszeichnung, die die EKHN zu vergeben hat. Sie wurde am Sonntag im Gottesdienst der Heppenheim Heilig-Geist-Gemeinde verliehen -  wenige Tage nachdem Christel Fuchs ihren 70. Geburtstag feierte.

„Sie sehen mich sprachlos. Ich wusste von der Auszeichnung  nichts“, sagte die völlig überraschte Christel Fuchs, nachdem ihr Dekanin Ulrike Scherf im Namen der EKHN-Kirchenleitung die Silberne Ehrennadel verliehen hatte. An die Vergabe der Ehrennadel hat die Landeskirche strenge Bedingungen geknüpft. Voraussetzung ist, dass ein Kirchenmitglied zwei oder mehrere kirchliche Ehrenämter mindestens 18 Jahre bekleidet und sich auf mehreren Ebenen der Kirche überdurchschnittlich engagiert hat. Das treffe auf Christel Fuchs zu, die sich sowohl in der Kirchengemeinde als auch im Dekanat Bergstraße außerordentliche Verdienste erworben habe, erläuterte Dekanin Scherf.

Seit 24 Jahren gehört Christel Fuchs dem Kirchenvorstand der Heilig-Geist-Gemeinde in Heppenheim an. Seit 2003 ist sie Vorsitzende dieses Gremiums. Sie ist in verschiedenen Ausschüssen tätig, sie arbeitet im Vorbereitungskreis für den Weltgebetstag mit und ist in der ökumenischen Zusammenarbeit mit der Katholischen Kirchengemeinde Sankt Michael aktiv unter anderem bei der Organisation der ökumenischen Wallfahrt. Sie gehört dem Offenen Frauen-Kreis an, der Kontakte zur Frauenunion der Uhuru-Gemeinde von Dar-es-Salaam in Tansania pflegt. Zwischen dem Evangelischen Dekanat Bergstraße und der Moravian Church von Süd-Tansania besteht seit 20 Jahren eine Partnerschaft.

Seit 18 Jahren gehört Christel Fuchs dem Regionalen Kirchenparlament, der Dekanatssynode an und seit 1998 ist sie Mitglied des Dekanatssynodalvorstands (DSV), dem Leitungsgremium des Dekanats. Dort engagiert sich die 70jährige unter anderem für die Bereiche Bildung, Ökumene und Mission. Hinzu kommen weitere ehrenamtliche Tätigkeiten z.B.  in der Ausbildungsinitiative „st.ark“ (Starkenburger Arbeitskreis Kirche und Wirtschaft), als Kuratoriumsmitglied des Evangelischen Jugendheims „Gerhart-Hauptmann-Haus“ in Grasellenbach-Scharbach oder für den zum Diakonischen Werk Bergstraße gehörenden Betreuungsverein.  „Aus all den Aktivitäten lässt sich ersehen, dass Christel Fuchs  beson­ders die sozialen und diakonischen Aufgaben, der Einsatz für Schwache wie auch der Blick über den eigenen Tellerrand zentrale Anliegen sind. Ihr Herz brennt in der Liebe zum Evangelium“, betonte Dekanin Scherf.

Die so Geehrte dankte ausdrücklich ihrem Mann Jürgen Fuchs, der ihr unentwegt den Rücken freihalte und ihr Engagement dadurch erst ermögliche. „Ohne ihn würde es in unserem ganzen Haus so aussehen wie in meinem Arbeitszimmer“.

 

Foto von links n. rechts: Dekanin Ulrike Scherf, Präses Axel Rothermel, Christel Fuchs, Pfarrerin Karin Weißer

Text u. Foto: bet