12.04.10 Amtseinführung von Gerd Pfahl - Netzwerker für alle Generationen


Das Evangelische Dekanat Bergstraße hat einen neuen Gemeindepädagogen für Mehrgenerationenarbeit. Gerd Pfahl wird am kommenden Sonntag (18. April) in sein Amt eingeführt.

Sein beruflicher Werdegang scheint wie geschaffen dafür, Verbindungen zwischen den Generationen zu knüpfen. Gerd Pfahl leitete im Rheinland ein Altenheim. Er war in der Jugendarbeit im Evangelischen Dekanat Bad Schwalbach und in der Kinderarbeit im Evangelischen Dekanat Kronberg tätig. In seiner Geburtsstadt Köln arbeitete er für ein City-Kirchen-Projekt. Seit dem 1. April ist der 51jährige für die Mehrgenerationenarbeit im Überwald – speziell in Wald-Michelbach und Zotzenbach zuständig.

Gerd Pfahl versteht sich als „Netzwerker“, der unterschiedliche Generationen zusammenbringen will. „Mehrgenerationenarbeit ist keine Einbahn-Straße. Es muss ein Geben und Nehmen sein“, betont der Gemeindepädagoge. Als Beispiel für erfolgreiche Mehrgenerationenarbeit nennt er Zeittauschbörsen, bei denen ältere Menschen Schülern zum Beispiel Nachhilfeunterricht erteilen, die Jugendlichen dafür die Gartenarbeit erledigen.
In Wald-Michelbach und Zotzenbach soll durch die Mehrgenerationenarbeit ein Netzwerk für Menschen jeglichen Alters entstehen. „Die Alten brauchen die Jungen und die Jungen brauchen auch die Älteren – mehr denn je“, so Irmgard Wagner vom Dekanatssynodalvorstand, die das Projekt mit initiiert hatte

Bei der Stelle für Mehrgenerationenarbeit handelt es sich um ein Pilotprojekt. “Wir gehen damit bewusst in den ländlichen Raum, weil sich auch dort die Generationen auseinander entwickelt haben. Mit der Mehrgenerationenarbeit wollen wir ein Signal gegen Vereinzelung und für Zusammenhalt setzen“, betont Dekanin Ulrike Scherf.

Der Mehrgenerationenarbeiter Gerd Pfahl will dabei das Rad nicht neu erfinden. „Ich möchte mich umschauen und umhören, was in den beiden Kommunen bereits vorhanden ist und dabei auch gern mit anderen Einrichtungen zusammenarbeiten.“ Dafür sucht er den Kontakt zu Vereinen, Gruppen und den politischen Gemeinden. „Ich sehe mich an der Schnittstelle zwischen kirchlicher Gemeindearbeit und Gemeinwesenarbeit“, sagt Gerd Pfahl. Sein Dienstsitz und Büro ist  in Wald-Michelbach, Am Bahnhof 8. In Zotzenbach hat er feste Sprechzeiten im Büro der Kirchengemeinde, dienstags und donnerstags jeweils von 9 bis  10 Uhr und donnerstags von 17 bis 18 Uhr. Ansonsten vereinbart er Termine und Treffen nach Absprache.

Dekanin Ulrike Scherf wird Gerd Pfahl am Sonntag 18. April in der evangelischen Kirche in Zotzenbach in sein Amt einführen. Der Gottesdienst beginnt um 18.00 Uhr.

 

 

Text u. Foto: bet