10.04.10 Jugendliche übernehmen Verantwortung - Mitarbeiterschulung in Mecklenburg-Vorpommern


Zu einer aktiven Jugendarbeit gehört eine umfangreiche Ausbildung. Das erfuhren Jugendliche der beiden evangelischen Dekanate Bergstraße und Ried auf der gemeinsamen Mitarbeiterschulung in Klein-Dammerow an der mecklenburgischen Seenplatte. Mehr als 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolvierten verschiedene Module, mit der sie die Jugendleiterkarte "JuLeiKa" erlangen können. 

Das Engagement bei der Mitarbeiterschulung widerlege die Behauptung, dass Jugendliche heute keine Verantwortung mehr übernehmen wollen, erklärten die drei Dekanats-Jugendreferenten Jörg Lingenberg ( Dekanat Ried), Bruno Ehret und Ulrike Schwahn (beide Dekanat Bergstraße) nach der Tagung.  Sie betonten, dass Jugendliche durch die Ausbildung eine entscheidende Hilfestellung für ihr ehrenamtliches Engagement erhielten. So werde ihnen der "Schritt vom Konfirmanden zum verantwortlichen Teamer" ermöglicht.

Zu den Schulungsthemen gehörten nach ihren Angaben die Auseinandersetzung mit dem Jugendleiterprofil sowie entwicklungspsychologische und soziologische Aspekte in der Jugendarbeit.  Fragen der Gruppendynamik, der Aufsichtspflicht,  der Haftung sowie die Organisation von Freizeitmaßnahmen und das Krisenmanagement seien ebenfalls behandelt worden. Die Jugendlichen hätten die einzelnen Themen mit zeitgemäßen Methoden erarbeitet wie Interviews, Präsentationen oder Rollenspielen. Zum Schulungsteam gehörten neben den Jugendreferenten auch  der Jugendpfarrer des Evangelischen Dekanats Bergstraße Thomas Hoffmann (Einhausen), der Gemeindepädagogen Arik Janssen (Auerbach und Gronau-Zell) und die Schwanheimer Kirchenvorsteherin Margit Hechler.

Mit einem sportlichen Freizeitangebot auf dem großen Außengelände und einer Fahrt an die Ostsee sei auch der Spaß nicht zu kurz gekommen.  Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hätten sich zudem mit Ernährungsfragen auseinandersetzen können. Mit gesundem Essen versorgt wurden sie von den bewährten Küchenteamern Daniela Wehler aus Hünstätten und Daniel Fendrich aus Heppenheim.
Das Ausbildungskonzept für die "JuLeiKa" ist auf 2 Jahre angelegt. Im November dieses Jahres ist ein Wochenendseminar geplant und in den Osterferien 2011 eine weitere Schulung, die in Frankreich stattfinden wird.

Dass junge Menschen, die sich in der kirchlichen Jugendarbeit engagieren, keine „Exoten“ sind, macht die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zurzeit mit einer Plakat- und Postkartenaktion deutlich. Auf einem Plakat ist ein Jugendbetreuer abgebildet, der stellvertretend für aktuell genau 19.980 aktive Teamer in der Jugendarbeit der EKHN steht.

Die Jugendleiterkarte können Jugendliche und junge Erwachsenen zwischen 14 und 25 Jahren erwerben. Die JuLeiCa hat einen hohen öffentlichen Stellenwert und gilt auch bei Bewerbungen für eine Ausbildungsstelle als Visitenkarte.
Nähere Informationen bei den Jugendreferenten des Ev. Dekanats Bergstraße
Ulrike Schwahn und Bruno Ehret
Ludwigstraße 13
64646 Heppenheim
06252-6733-47/-51
jugend@haus-der-kirche.de