22.03.10 Neue Mitarbeiterinnen für den Besuchsdienst berufen


Vier Frauen aus dem Weschnitztal sind bei einem Gottesdienst in der evangelischen Kirche Mörlenbach zum Besuchsdienst beauftragt worden.. Dieser  Gottesdienst war der Abschluss einer etwa 50-stündigen Kurses in Besuchsdienst-Seelsorge.

Fünf Teilnehmerinnen haben diese Ausbildung erfolgreich  absolviert, leider konnte eine von ihnen, Daniela Krastel, aus gesundheitlichen Gründen nicht am Gottesdienst teilnehmen. Zum Besuchsdienst berufen wurden: Christine Bette (Mörlenbach), Brigitte Brendel (Birkenau), Daniela Krastel (Weiher), Maria Knapp (Mörlenbach) und Katharina Werni (Mörlenbach).

Der Kurs, veranstaltet vom evangelischen Dekantat Bergstraße,  begann am 7. November 2009 und fand teils in Fürth, teils in Mörlenbach statt. Zwölf Abende und zwei ganze Samstage lang schulte Pfarrer Halbleib die Teilnehmerinnen über die Themen Gesprächsführung, Umgang mit Demenz und Sensibilität für den Glauben. Viel Selbsterfahrung war dabei, viel Engagement wurde von den Teilnehmern gefordert. Interessante Referate wurden gehalten durch Frau Heß von der gerontopsychiatrischen Beratungsstelle des Kreises Bergstraße und Frau Moos-Koller vom Hospizdienst Mannheim.

Die Gestaltung des Gottesdienstes war eine Gemeinschaftsarbeit von Besuchsdienst-Mitarbeiterinnen, Pfarrvikarin Neserke, Pfarrer Halbleib und an der Orgel Frau Korbut. Im Mittelpunkt standen die Segnung der Besuchsdienst-Mitarbeiterinnen und das Gebet für sie.
Ute Gölz vom Dekanats-Synodalvorstand sprach  ihnen die Glückwünsche im Namen des evangelischen Dekanats Bergstaße aus und wünschte ihnen, dass nicht nur viele Menschen, sondern auch sie selbst einen seelischen Gewinn bei ihrem Dienst haben mögen. Sie lobte auch die ökumenische Verbundenheit, denn sowohl evangelische wie auch katholische Christinnen hatten sich ausbilden lassen.

 In seiner Predigt legte Pfarrer Halbleib die Rede Jesu vom Gebot der Liebe zu Gott und zum Mitmenschen aus. Er fragte, wie Jesus uns Liebe gebieten könne, wo doch die Welt so voller Gewalt und Lüge sei. Jesus könne es, weil er selbst in dieser verlogenen und gewalttätigen Welt gelebt habe und dennoch den Weg der Liebe gegangen sei. „Wenn Jesus diesen Weg gehen konnte, dann können wir das auch“ sagte er und weiter: „Die Liebe Jesu liebt den Mitmenschen nicht, weil er so besonders attraktiv oder reich oder unterhaltsam sei, sondern einfach deswegen, weil er ein Mensch ist.“ Darauf beruht auch der Besuchsdienst der Kirchengemeinden.

Die Besuchsdienst-Mitarbeiterinnen werden nun Rahmen ihrer Kirchengemeinden das tun, worauf sie vorbereitet wurden: alte, einsame, und kranke Menschen besuchen und dabei mit anderen Hilfsorganisationen zusammenarbeiten. So wird eine Mitarbeiterin im Altenheim „Haus Anna“ Besuche machen, eine im Seniorenwohnheim Birkenau, eine andere in der evangelischen Kirchengemeinde Mörlenbach und zwei in der katholischen Kirchengemeinde Mörlenbach.

Schon gibt es Anfragen nach einem weiteren Seelsorge-Kurs. Der nächste wird im Herbst dieses Jahres beginnen.


Text: u.h