25.02.10 Abgeordnete für den kirchlichen "Landtag" - Dekanatssynode wählt Bergsträßer Delegierte


Die Synode des Evangelischen Dekanats wählt bei ihrer konstituierenden Sitzung am 6. März in Heppenheim auch sechs Bergsträßer Vertreter in die Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Während die Dekanatssynode auf politischer Ebene dem Kreistag entspricht, ist die Kirchensynode vergleichbar mit dem Landtag. Von den Bergsträßer Kandidaten für die Kirchensynode ist voraussichtlich Erich Nauth aus Zotzenbach mit 73 Jahren der älteste, Pfarrer Christian Ferber aus Bensheim mit 37 Jahren der jüngste.

„Ich kandidiere, weil ich meine Lebenserfahrung einbringen möchte“, sagt Erich Nauth, der bereits zweimal in die Kirchensynode gewählt worden war. Der Alt-Bürgermeister von Rimbach geht davon aus, dass es in der neuen Kirchensynode viele geben wird, die erstmals dem obersten Organ der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) angehören werden. Die Neuen müssten sich erstmal orientieren und einarbeiten. „Nach meiner Überzeugung braucht man mindestens zwei Jahre, um richtig durchzublicken“, meint der 73jährige. Er gehört zu den Haushaltsexperten  in der Synode und will nach seiner Wiederwahl auch künftig den Schwerpunkt auf den Bereich Finanzen legen. Ohne geordnete Finanzen werde die Arbeit der Kirche erheblich erschwert oder unmöglich gemacht. Erich Nauth betont aber auch, dass es nicht der ausgeglichene Haushalt sei, der die Kirche für Menschen interessant mache. Begeisterung wecke man mit anderen Themen.

Das meint auch Christian Ferber, Pfarrer der Bensheimer Stephanus-Gemeinde. Nach seiner Ansicht sind die Diskussionen in der  Kirchensynode stark von Organisations- und Finanzfragen geprägt. „Wenn ich gewählt werde sollte, möchte ich verstärkt theologische Perspektiven einbringen“, so der 37jährige, der deshalb gern im theologischen Ausschuss der Kirchensynode mitarbeiten möchte. „Was sind wir als Kirche, was wollen wir, von woher gestalten wir unseren Auftrag?“ Diese Fragen müssten in der Kirchensynode einen breiteren Raum einnehmen. Zu seiner Motivation sagt Pfarrer Ferber,  nur wer sich einbringe, könne auch etwas verändern. Eingebracht hatte er sich bereits als Synodenbeobachter im Rahmen seiner Tätigkeiten im studentischen Delegiertenrat (DR) als auch später im Rat der Vikare (RdV). Dabei hat er die Erfahrung gemacht: „Es ist kein leichter Weg, sicher aber ein lohnenswerter, um für den richtigen Weg der Kirche konstruktiv zu streiten.“ .

 

 

 

 

 



 


Die Dekanatssynode wird am 6. März nicht nur sechs Delegierte, sondern auch sechs Stellvertreter  für die Kirchensynode bestimmen. Wie viele insgesamt kandidieren werden, ist noch offen. Noch während der Sitzung unmittelbar vor der Wahl können sich Dekanatsynodale zur Kandidatur entschließen.

bet