18.02.10 Tibet-Ausstellung: "Vom Dach in den Keller der Welt"


Eine im Heppenheimer Haus der Kirche eröffnete Ausstellung mit großformatigen Fotos gibt Einblicke in die Welt des tibetischen Buddhismus. Die Aufnahmen stammen von Pfarrer Helmut Spindler aus Reisen im Odenwald, der das Land im Himalaya mehrfach als Alleinreisender oder als Begleiter von Gruppen besucht hatte.

Tibet sei ein ebenso begeisterndes wie geheimnisvolles Land, meinte Pfarrer Spindler und fügte hinzu: „Ein Paradies für Romantiker ist Tibet dagegen nie gewesen“. Nach seiner Überzeugung machen neben den farbenfrohen buddhistischen Klöstern und der grandiosen Landschaft vor allem die Freundlichkeit, die Ausstrahlung und die tiefe Religiosität der Menschen die Faszination von Tibet aus.

Pfarrerin Dr. Vera-Sabine Winkler vom Fachbereich Bildung des Evangelischen Dekanats bezeichnete die Ausstellung als Teil des interreligiösen Dialogs. Zeitgleich habe auch in der Evangelischen Akademie Arnoldshain eine dreitägige Tagung über den christlich- buddhistischen Dialog begonnen. „Unter dem Dach der Ökumene haben wir die Möglichkeit, uns mit einem ganz anderen Kulturkreis und mit Menschen auseinanderzusetzen, die anders geprägt worden sind“, so Pfarrerin Winkler.

Zur Eröffnung der Ausstellung waren zahlreiche Tibet-Reisende gekommen, die mit Pfarrer Spindler das Dach der Welt erkundet hatten. Den umgekehrten Weg nahm Norbu, einer von insgesamt fünf deutschsprachigen  Reiseführern in Tibet. Zu seinem ersten Besuch in Heppenheim sagte er: „Ich bin vom Dach in den Keller der Welt gekommen“. 

Die großformatigen  Fotos werden nach Ende der Ausstellung am 16. April gegen eine Spende abgegeben. Mit dem Erlös soll eine Blindenschule in der tibetischen Hauptstadt Lhasa unterstützt werden, die von einer deutschen Tibetologin gegründet wurde.
Begleitend zur Ausstellung wird Pfarrer Spindler drei Vorträge über  die Religion und die Menschen Tibets halten. Sie finden im Heppenheimer Haus der Kirche statt am 9. März, 26. März und 9. April jeweils um 19.30 Uhr.

Foto: Pfr. Helmut spindler (links) und der tibetische Reiseführer Norbu

Text u. Foto: bet