05.02.10 Neue Mitarbeiterin desBetreuungsvereins - Information über Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung


Der Verein für Jugend- und Erwachsenenhilfe – Betreuungsverein Bergstraße e.V. hat eine neue Mitarbeiterin.  Ab dem kommenden Monat informiert die Diplom-Sozialarbeiterin Anika Wagner über Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung. Der Verein, der sich organisatorisch unter dem Dach des Diakonischen Werks Bergstraße befindet, will die Aufklärungsarbeit über Vorsorgemöglichkeiten im Alter oder bei Krankheit verstärken.

„Jeder Mensch kann ganz schnell und unvorhergesehen in die Lage geraten, dass er Hilfe und Unterstützung von anderen benötigt“, meint Anika Wagner. Bei ihren  Informationsveranstaltungen geht es um grundlegende Fragen wie: Wer entscheidet über die ärztliche Versorgung, wer organisiert einen Heimplatz, wer kündigt die Wohnung, wenn der Betroffenen selbst dazu z.B. nach einem Unfall nicht mehr in der Lage ist? Kommunen, Kirchengemeinden oder auch Gruppen wie Seniorenkreise können die 27jährige Diplom-Sozialarbeiterin für Beratungen anfragen.

Nach Angaben des Betreuungsvereins gibt es ein großes Bedürfnis, sich abzusichern. „Viele wissen aber gar nicht, dass sie eine Vorsorgevollmacht  erteilen können“, betont Christel Fuchs vom Vorstand des Betreuungsvereins.  Ohne Vollmacht oder Verfügung dürften oft ganz alltägliche Dinge nicht geregelt werden – vom Öffnen der Post bis zum Geld abheben vom Girokonto.  Am besten sei es, die Vorsorgevollmacht rechtzeitig innerhalb der Familie zu regeln. Man könne auch eine Vorsorgevollmacht zeitlich befristet erteilen, etwa wenn man mehrere Wochen in einem Krankenhaus ist.

Wer ohne Hilfe nicht auskommt, aber keine Angehörigen mehr hat, bekommt einen Betreuer zur Seite gestellt. Das betrifft Demenzkranke ebenso wie psychisch Kranke oder Körperbehinderte, die keine Familie mehr haben. Für die rechtliche Betreuung einzelner Menschen ist beim Betreuungsverein Diplom-Sozialarbeiterin  Lucie Woköck zuständig.  Eine bloße Verwaltung von Fällen lehnt sie ab: „Ich lege schon Wert darauf, dass ich die Menschen, die mir anvertraut sind, persönlich kennen lerne und auch einen direkten Kontakt zu ihnen pflege.“

Die Informationsveranstaltungen und Beratungen zur Vorsorge-Vollmacht, Betreuungs- oder Patientenverfügung, die Anika Wagner anbietet, sind kostenlos. Der Betreuungsverein hofft auf freiwillige Spenden. Sie kommen den Menschen zu Gute, die rechtlich betreut werden und weder Angehörige noch Geld haben.

Kontakt und weitere Informationen bei:
Betreuungsverein Bergstraße e.V.
Riedstr. 1
64625 Bensheim
Tel: 06251/ 1072-28
E-Mail: l.wokoeck@diakoniebergstrasse.de

 

Foto von links nach rechts: Christel Fuchs, Anika Wagner, Lucie Woköck
Text u. Foto: bet