18.01.10 Neuer Pfarrer für Schlierbach - Amtseinführung von Wilfried Maier


Der Umzug liegt hinter, die neue Aufgabe vor ihm. Seit Anfang Januar ist Wilfried Maier Pfarrer der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde in Schlierbach. Am kommenden Sonntag (24. Januar) wird er in sein Amt eingeführt.

Pfarrer Maier kommt aus Modau. In dem Stadtteil von Ober-Ramstadt war er über 18 Jahre als Seelsorger tätig. „Ich wollte nicht für immer auf einer Stelle bleiben, sondern habe bewusst eine neue Herausforderung gesucht“, sagt der 53jährige. Eine Herausforderung sieht er darin, alle 18 zur Kirchengemeinde Schlierbach gehörenden Ortschaften zu integrieren. Dazu gehören Breitenweisen, Ellenbach, Erlenbach, Eulsbach, Glattbach, Igelsbach, Knoden, Kolmbach, Lauten-Weschnitz, Linnenbach, Mittershausen, Schannenbach, Scheuerberg, Schlierbach, Seidenbach, Seidenbuch, Wald-Erlenbach und Winkel. Das Gemeindegebiet - auch das ist eine Besonderheit - erstreckt sich über fünf verschiedenen Kommunen. Das heißt für den Gemeindepfarrer: er hat auf  politischer Ebene gleich fünf verschiedene Ansprechpartner. Kein leichtes Unterfangen!

Das wichtigste aber, so betont Wilfried Maier, er sei von der Gemeinde offen und herzlich aufgenommen worden. Die Pfarrstelle in Schlierbach war längere Zeit vakant. Mitte vergangenen Jahres wurde der Kirchenvorstand neu gewählt.  „Mit den Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern möchte ich einen neuen Aufbruch beginnen“, sagt Pfarrer Maier.
 
Schlierbach gehört zu jenen Gemeinden im Evangelischen Dekanat Bergstraße, die in der reformierten Tradition stehen. Eine Besonderheit sind die Grabstickel auf dem Friedhof neben der Kirche. Das Brauchtum, die Gräber der Verstorbenen mit einem schlichten Holzstickel zu versehen, stammt vermutlich von Schweizer Einwanderern. Ihre religiösen Wurzeln hatten sie bei Johannes Calvin. Die Kirche selbst ist schlicht, ohne schmückendes Beiwerk. Unser einziger Schmuck ist das Wort Gottes, heißt es seit jeher in der Schlierbacher Gemeinde.

Mit der reformierten Tradition kommt Wilfried Maier nach eigenen Angaben gut zu Recht.  „Ich kann nicht ausschließen, dass ich mich mal verplappere und wie gewohnt ‚Vater unser‘ sage statt ‚Unser Vater‘, wie es in der reformierten Gemeinde Brauch ist“. Aber das, da ist sich der Vater von fünf erwachsenen Kindern ganz sicher, werde ihm die Gemeinde nicht übel nehmen.
Dekanin Ulrike Scherf wird Pfarrer Maier am Sonntag, den 24. Januar in sein Amt als Gemeindepfarrer  von Schlierbach einführen. Der Gottesdienst beginnt um 09:30 Uhr.

Text: bet
Foto: Maline Thierolf