Kirche macht Musik - Musik macht Kirche

 Motiv Worte - (c) Deutscher Caritasverband
Der Chor der Chorleiter/innen der Dekanate Bergstraße und Ried

Hier finden Sie fortlaufend aktualisierte Informationen zum Jahr der Kirchenmusik 2012

 

Im Jahr der Kirchenmusik gibt es etliche Gottesdienste, die einen besonderen musikalischen Schwerpunkt haben. Eine Aufstellung der Musikgottesdienste finden Sie hier

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

EKHN beim Deutschen Chorfest  - Offenes Singen in der Alten Nicolaikirche

Vom 7. bis zum 10. Juni 2012 wird Frankfurt am Main unter dem Motto "Frankfurt ist ganz Chor!" zu Europas Chorhauptstadt. Fast 500 Chöre mit rund 20.000 Sängerinnen und Sängern aus der ganzen Welt werden erwartet.  Alle Ensembles präsentieren sich, teils mehrfach, mit ihren besten Programmen,  das ergibt rund 600 Auftritte in vier Tagen. Dazu zählen Sonderkonzerte von Spitzenensembles wie dem RIAS Kammerchor, den Jazz-Pop-Chören wie Vocal Line aus Dänemark oder den A-cappella-Legenden Wise Guy.   AuchMitmachformate aller Stilrichtungen und für jedes Alter laden zum Mitsingen ein. Die EKHN lädt drei Mal täglich zu Tagzeitgebeten in die Alte Nicolaikirche am Römerberg ein.  Beim Deutschen Chorfest zeigt die EKHN im Jahr der Kirchenmusik 2012 ihren „Schatz der Kirchenmusik“ in Form der „Postkartenaktion Kirche macht Musik - Musik macht Kirche“. Fünf Postkartenmotive, ähnlich der EKHN Plakat-Aktion „Wir sind viele“ aus dem Jahr 2009 bilden jeweils einen von 436 Posaunenchören, eine von 3300 nebenberuflichen Organistinnen und Organisten, eine von 317 Bands, einen von 934 Kirchenchören der EKHN sowie einen von 342 Kinder- und Jugendchören der EKHN ab. Die Postkarten werden während des Chorfestes verteilt.
Programm in der Alten Nicolaikirche
Donnerstag, 7. Juni: Abendgebet mit anschließendem offenen Singen – 18.00 – 18.45 Uhr mit Henning Scherf
Freitag, 8. Juni: Morgengebet mit anschließendem offenen Singen: 8.30 – 9.15 Uhr; Mittagsgebet mit anschließendem offenen Singen: 13.15 – 14.00 Uhr; Abendgebet mit anschließendem offenen Singen: 18.00 – 18.45 Uhr ab 19.00 Uhr Nacht der Chöre in der Paulskirchengemeinde
Samstag, 9. Juni: Morgengebet mit anschließendem offenen Singen: 8.30 – 9.15 Uhr; Mittagsgebet mit anschließendem offenen Singen: 13.15 – 14.00 Uhr; Abendgebet mit offenem Singen von 19.00 – 19.45 Uhr.

Programm auf der Mainuferbühne 
Samstag, 9. Juni, 15.00 – 16.30 Uhr: Konzert von Habakuk unter Leitung von Eugen Eckert und Blech Pur.
Mitternachtssingen am Mainufer
Samstag,  9. Juni, 24.00 Uhr: Um 24 Uhr versammeln sich alle Chorfestteilnehmer und Besucher am Mainufer. Eingeleitet wird das Mitternachtssingen durch eine instrumentale Fanfare und die Anmoderation durch Henning Scherf, den Vorsitzenden des Deutschen Chorverbands. Danach wird Christa Kirschbaum, Landeskirchenmusikdirektorin der EKHN, mit 20.000 Sängerinnen und Sängern am Mainufer die Lieder „Kein schöner Land“,  „Der Mond ist aufgegangen“ und zum Abschluss den Kanon „Glory to thee“  anstimmen.
Material für alleTagzeitengbete ist das in 2012 erschienene Buch, welches im Zentrum Verkündigung und während des Chorfestes in der Alten Nicolaikirche und am Stand im Foyer der Paulskirche erhältlich ist. Verantwortlich für die Gebete und das Offene Singen ist Landeskirchenmusikdirektorin Christa Kirschbaum. Die Tagzeitengebete dauern zirka  eine Viertelstunde, das anschließende Offene Singen ist für eine halbe Stunde geplant.
Info-Point – Stand:
Während des Deutschen Chorfestes erhält die EKHN einen Stand im Foyer der Paulskirche mit Materialien zum Jahr der Kirchenmusik, insbesondere den Postkarten „Kirche macht Musik – Musik macht Kirche“

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Forum Frauensingen und Kinderchorfest

Das diesjährige Forum Frauensingen findet an einem besonderen Ort statt: das Kloster Eberbach (Foto links) öffnet seine Pforten für den Frauensingtag mit Workshops zu Themen wie Musik und Spiritualität von Hildegard von Bingen, mit Liedern und Gesängen aus Taize und vielen mehr am 2. Juni 2012. Hier erfahren Sie mehr über den Tag. Außerdem finden Sie hier den Flyer des Verbands evang. Chöre in Hessen und Nassau mit den Veranstaltungen zum Jahr der Kirchenmusik.

Für alle, die noch unentschieden sind: Ab sofort sind die Lieder des Musicals „Babel blamabel“, das im Rahmen des Kinderchorfestes am 27. Mai 2012 auf dem Römerberg in Frankfurt (siehe ausführlich weiter unten)aufgeführt wird, auf der Website anzuhören. Für die teilnehmenden Kinderchöre gibt es einen Laufplan mit den zu erlernenden Stücken bzw. Refrains, der so gestaltet ist, dass ein Einstudieren zwischen Osterferienende und Pfingsten gut möglich ist.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Zwischen Kripo und Kirchenmusik - Porträt eines Polizisten und Organisten

Im Jahr der Kirchenmusik macht die evangelische Kirche auf verschiedene Facetten der Kirchenmusik aufmerksam. „Kripo und Kirchenmusik“ dürfte dabei eine besonders außergewöhnliche Facette sein.

Hauptberuflich sucht und sichert er Spuren an den Tatorten. Nebenberuflich hinterlässt er Spuren in der Kirche. Björn Rothmüller aus Zotzenbach im Dekanat Bergstraße ist einer von 3.300 nebenberuflichen Organisten in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Hauptberuflich ist der 33jährige Kriminaloberkommissar und Leiter der Spurensicherung bei der Polizeidirektion Odenwald.

Das vereinbarte Treffen in der evangelischen Kirche von Zotzenbach stand auf des Messers Schneider. Denn Björn Rothmüller war am Vorabend zu einem Raubüberfall im Odenwaldkreis gerufen worden. Der Einsatz war erst kurz vor dem geplanten Fototermin an seiner Orgel zu Ende. In den zwölf Jahren, die er als Organist und Kantor in der Gemeinde tätig ist, hat er erst zweimal seine Mitwirkung im Gottesdienst kurzfristig abgesagt. Während er zum Tatort eilte, musste die Gemeinde auf die Schnelle Ersatz besorgen oder improvisieren.

Orgelspiel ist Björn Rothmüller ein wichtiger Ausgleich zu seiner Kripo-Tätigkeit. „Mitunter sind die Einsätze belastend. Vieles wirkt nach und lässt einen nicht los. Aber wenn ich Orgel spiele, dann bekomme ich den Kopf frei. Ich bin dann in der Musik und ganz bei mir“, betont der Zotzenbacher, der besonders Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy und von den neueren Komponisten Marcel Dupré schätzt.  Mit Musik ist er aufgewachsen. Sie hat in seiner Familie eine lange Tradition. Noch heute singt er gemeinsam mit seinem Vater im Chor wie auch im Duo.

Es war lange nicht ausgemacht, dass Björn Rothmüller eine berufliche Karriere bei der Polizei macht. Neben der Musik hatte er zeitweise auch mit Orgelbau geliebäugelt. Auf den Geschmack gekommen war er durch ein Praktikum bei einem Orgelbauer, wo er später immer mal wieder in den Ferien jobbte. Orgelunterricht erteilte ihm der Dekanatskirchenmusiker Klaus Thielitz im benachbarten Rimbach, Mit 21 Jahren wurde er dann nebenberuflicher Organist in der evangelischen Gemeinde Zotzenbach.

Von der Zotzenbacher Orgel ist der Kripo-Beamte besonders angetan: „Sie ist solide gebaut und hat einen außergewöhnlichen Klang mit einer großen Tonfülle auch bei leiseren Tönen“. Das denkmalgeschützte  Gehäuse stammt aus dem Jahr 1877. Es ist zugleich das Jahr, in dem der Bau der Zotzenbacher Kirche vollendet wurde. Die alte Orgel wurde 1978 durch eine neue ersetzt. Sie ist Björn Rothmüller vielleicht auch deshalb besonders ans Herz gewachsen, weil es sein Geburtsjahr ist. Auf diesem Instrument hinterlässt er musikalische Spuren und schafft sich einen Ausgleich zur Spurensicherung. Doch eines ist für Björn Rothmüller unzweifelhaft: „Orgel würde ich auch spielen, wenn ich einen anderen Beruf hätte.“

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Zwischen Posaunenchor und Jugendband - Da ist jede Menge Musik drin

Es sind nicht nur viele, die Kirchenmusik machen. Vielfalt in der Kirchenmusik ist auch Trumpf. Mit einer Postkartenaktion macht das Zentrum Verkündigung der EKHN auf die verschiedenen Facetten der Kirchenmusik aufmerksam. Zur Vergrößerung der Bilder klicken Sie bitte auf das jeweilige Motiv. Internet: http://www.zentrum-verkuendigung.de/

Die EKHN wirbt auch mit einem eigenen Video (Länge:5.21) für das Jahr der Kirchenmusik: http://www.youtube.com/watch?v=95Po28g007M

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Zwischen Johann Sebastian Bach und Joe Cocker - Interview mit Marion Huth

Marion Huth (Foto) ist eine von sechs hauptamtlichen Kirchenmusikerinnen und -musikern im Evangelischen Dekanat Bergstraße. In der Laurentius-Gemeinde Seeheim leitet sie den Kirchen- und den Kinderchor und versieht den Orgeldienst. Außerdem leitet sie den Dekanats-Gospelchor „Zwischentöne“ und erteilt Orgelunterricht. Marion Huth ist Mitglied im Landesverbandsrat des Kirchenmusikerverbandes in Hessen und Nassau.

In dem Interview, das wir mit freundlicher Genehmigung vom Seeheimer Gemeindebrief „Laurentius“ übernommen haben, erläutert die 54jährige, warum sie Kirchenmusikerin geworden ist und was ihr Kirchenmusik bedeutet.

Was hat Sie bewogen, Kirchenmusikerin zu werden?
Marion Huth: Die Orgelmusik.
Kommt es mehr vom Glauben oder von der Musik?
Bei mir gehört beides untrennbar zusammen.
Welche Bedeutung hat für Sie die Musik im Gottesdienst?
Die Musik hat eine zentrale Bedeutung und ist wie Verkündigung in Tönen.
Gibt es eine bestimmte Orgel, auf der Sie gerne spielen würden?
Am liebsten spiele ich auf der Seeheimer Orgel, die nach der Renovierung von der Orgelbaufirma Bosch 2008 ein hervorragendes Instrument wurde.
Sehen Sie sich als Beraterin der Pfarrer bei der Auswahl der Lieder?
Die Vorbereitung des Gottesdienstes geschieht zwischen Pfarrern und Kirchenmusikerin und da ich im kirchenmusikalischen Bereich kompetenter bin, gebe ich da gerne mein Wissen in der Vorbereitung ein.
Wie viele Instrumente beherrschen Sie und welche?
Ich spiele Klavier, Orgel, Cembalo und Cello. Meine Stimme sehe ich auch als Instrument und das Dirigieren ist sicher auch so etwas wie ein Instrument. Inwieweit ich diese Instrumente beherrsche sei dahingestellt…
Wie bereiten Sie sich auf ein großes Konzert vor?
Üben, üben, üben. Gute Organisation und Timing.
Wie bereiten Sie sich auf einen Gottesdienst vor?
Ich sehe mir genau die Lieder mit ihren Texten an, das Kirchenjahr, Psalm und Lesung und Predigtthema. Das zusammen gibt mir die Inspiration, welche Musik ich für den Gottesdienst aussuche und übe.
Sind für Sie Gospels und Choräle gleichwertig?
Ja, sind sie.
Gibt es ein Lieblingsstück auf der Orgel?
Es gibt immer wieder Lieblingsstücke, die meisten sind von Johann Sebastian Bach oder aus der französischen Romantik, z.B. von Cesar Franck.
Wie kommt es, dass Konzerte in der Kirche viel besser besucht sind als die Gottesdienste?
Ich finde, das trifft für Seeheim so gar nicht zu. Die Gottesdienste sind gut besucht und es gibt auch Konzerte, die nicht so gut besucht sind.
Gibt es weltliche Musik, die Ihnen gefällt?
Ja sicher, jede Menge. Ich bin mit Pop- und Rockmusik aufgewachsen und ganz besonders gerne höre ich Joe Cocker und Coldplay.
Haben Sie privat noch Zeit, Ihre Stimme zu trainieren?
Privates und berufliches Musizieren ist bei mir eigentlich untrennbar, von daher bin ich eigentlich immer am Singen.
Woran liegt es Ihrer Meinung nach, dass so viele Menschen in Seeheim so gutsingen können?
Das hat jahrzehntelange Tradition durch gut singende Pfarrer und gut begleitende Organisten und Organistinnen.
Der letzten Ausgabe des LAURENTIUS lag ein schöner Flyer mit vielen Veranstaltungen zum Jahr der Kirchenmusik in Seeheim bei. Auf welchen musikalischen Höhepunkt freuen Sie sich ganz besonders?
Auf den Sonntag Kantate, denn da kann ich die ganze Vielfalt der Kirchenmusik im Gottesdienst zeigen.
Vielen Dank für das Gespräch!

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Gottesdienstentwurf Sonntag Kantate 2012 – mit und ohne Konfirmation

Ein neues Lied steht im Mittelpunkt des Gottesdienstentwurfs zum diesjährigen Sonntag Kantate: "Solang wir Atem holen" - ein Text von Sytze de Vries in der Übertragung von Jürgen Henkys auf eine walisische Volksliedmelodie, der das Singen im geistlichen Kontext reflektiert. Auch der vorgeschlagene Predigttext ermöglicht eine ungewohnte Perspektive auf das gottesdienstliche Musizieren. Die Materialien dazu finden Sie hier.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Mit Rocker und Rollator – Spot zum Jahr der Kirchenmusik

Eine ältere Frau mit Rollator, ein Rocker und genervte Autofahrer sind die Hauptdarsteller in einem Videospot der Evangelischen Landeskirche Baden zum Jahr der Kirchenmusik. Er spielt mit dem Motto „Gottesklang ist überall“. Der humorvolle Spot will Menschen ansprechen, die eher nichts mit Kirchenmusik zu tun haben, und ihre Neugier am Programm im Jahr der Kirchenmusik 2012 wecken. Der gut eine Minute lange Film ist nur einen Klick entfernt: www.youtube.com/ekibatv

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

"Singen macht klug, gesund und schön!" - 2012 ist Jahr der Kirchenmusik

„Kirche macht Musik – Musik macht Kirche“ lautet das Motto zum Jahr der Kirchenmusik, das die Evangelische Kirche 2012 begeht. Auch im Evangelischen Dekanat Bergstraße ist jede Menge Musik drin.

Neue Impulse im Jahr der Kirchenmusik erwartet Propsteikantor Konja Voll. „Besondere Ideen werden auf allen Ebenen umgesetzt - etwa eine Malwerkstatt zu Kirchenliedern. Es wird auch eine Uraufführung eines größeren Chorwerks in Bensheim geben oder den Kinderchortag in Rimbach.“ Die Vielfalt der Kirchenmusik werde sich in einer Vielzahl von Konzerten widerspiegeln.

Für Protestanten bedeutet Kirchenmusik seit jeher nicht nur Gesang und Klang. Wer singt, betet doppelt, davon war Martin Luther überzeugt.  Das Kirchenlied bekam mit der Reformation eine neue Bedeutung. „Es ist nicht mehr nur schmückendes Beiwerk im Gottesdienst, die Musik selbst wird als Verkündigung des Evangeliums verstanden“, betont Kantor Voll.

„Luther habe gewusst, dass das Evangelium nicht nur den Verstand, sondern alle Sinne anspreche“, meint Hermann Birschel, Gemeindepfarrer in Zotzenbach und Mitglied im Dekanatsausschuss für Kirchenmusik. „Das Singen ist dafür eine besondere Möglichkeit, weil wir singend nicht nur hören, sondern mit unserem Körper beteiligt sind, weil die Musik uns ergreift und mitschwingen lässt “.

Sein erstes geistliches Liederbuch aus dem Jahr 1529 nannte Luther bewusst „Gemeindegesangbuch“. Bahnbrechend war, dass die Lieder in deutscher Sprache geschrieben und gesungen wurden. „Damit konnte die Gemeinde aktiv am Gottesdienst teilnehmen und singend selbst das Evangelium verkünden. Das entspricht dem Priestertum aller Gläubigen, die in unmittelbare Beziehung zu Gott treten können und nicht mehr auf eine Vermittlung durch einen Priester angewiesen sind“, erläutert die Bergsträßer Dekanin Ulrike Scherf.

Auf musikalische Ausbildung legten die Reformatoren Wert. „Kinder müssen singen und die Musica mit der ganze Mathematica lernen“, forderte Luther. Er schrieb Kirchenlieder, die heute zu den Klassikern im evangelischen Gesangbuch gehören. Über die Jahrhunderte ist stets Neues entwickelt worden. Aktuelle Trends hat die Kirchenmusik aufgegriffen. Die Anzahl der Gospel-Chöre ist in den vergangenen Jahren zum Beispiel sprunghaft angestiegen. Das hat Gründe, meint Marion Huth, Kirchenmusikerin in Seeheim und Leiterin des Dekanats-Gospelchors „Zwischentöne“ mit derzeit 36 Aktiven. „Es ist deutlich zu spüren, dass viele Menschen nicht nur Musik passiv hören, sondern wieder selbst aktiv werden wollen. Gospel ist geistliche Pop-Musik. Zu ihr finden Menschen eher einen Zugang, die selbst mit Pop-Musik aufgewachsen sind.“ Die „Zwischentöne“ sorgen nicht nur bei Konzerten, sondern auch bei besonderen Gottesdiensten für musikalischen Schwung.

Der Dekanat-Gospelchor ist im Jahr der Kirchenmusik ebenso zu hören wie Kinderchöre oder der Oratorienchor Bergstraße mit seinen rund 80 Sängerinnen und Sängern. Bei aller Unterschiedlichkeit ist allen gemeinsam, was Musikwissenschaftler herausgefunden haben: wer gemeinsam singt,  lebt glücklicher. Verschiedene Studien kommen unabhängig voneinander zu dem Ergebnis, dass Singen die Stimmung hebe, vor Stress schütze und das körperliche und seelische Wohlbefinden steigere. Kurz: Singen macht klug, gesund und schön!

 

Fotos von oben n. unten: Konja Voll, Hermann Birschel, Ulrike Scherf, Marion Huth

Informationen zur Kirchenmusik im Evangelischen Dekanat Bergstraße unter:
http://www.bergstrasse-evangelisch.de/fachbereiche/musik.htm